Generalbundesanwalt
Mutmaßlicher PKK-Redelsfüher in Darmstadt verhaftet

Generalbundesanwalt Kay Nehm hat in Darmstadt einen mutmaßlichen Führungsfunktionär der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verhaften lassen. Er soll seit Januar 2000 als Rädelsführer und Verantwortlicher des „Wirtschafts- und Finanzbüros“ mehrerer Organisationen gearbeitet haben.

HB DARMSTADT. Der 36-jährige türkische Kurde sei bereits am vergangenen Dienstag aufgrund eines Haftbefehls des Bundesgerichtshofs festgenommen worden, teilte die Karlsruher Bundesanwaltschaft mit. Er sei für die „Nationale Befreiungsfront Kurdistans“ (ERNK) und - nach deren Umbenennung - ab Mai 2000 für die „Kurdische Demokratische Volksunion“ (YDK) sowie ab Juni 2004 für die „Demokratische Vereinigung der Kurden“ (CDK) tätig gewesen.

Nach Angaben des Bundesgerichtshofs ist der Arbeitsbereich „Finanzen“ für den Funktionärskörper „von existenzieller Bedeutung“. Die notwendigen finanziellen Mittel würden im Wesentlichen durch „Steuern“ bei den in Europa lebenden Kurden eingefordert.

Die Höhe dieser Abgaben legt die Organisation auf der Grundlage verbindlicher Zielvorgaben der Europaführung in Form eines Monatsbeitrages und bei „Spendenkampagnen“ fest, wie es weiter hieß. Die Einnahmen sollen zum einen den finanziellen Bedarf der Organisation in Deutschland decken. Zum anderen wird damit unter anderem der Parteiapparat im Nahen Osten unterhalten.

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