Generalbundesanwalt weist Vorwürfe zurück
Revision gegen Mzoudi-Freispruch eingelegt

Die Bundesanwaltschaft hat Revision gegen den Freispruch des Marokkaners Mzoudi eingelegt. Nun muss sich der Bundesgerichtshof damit befassen.

HB BERLIN. Die Bundesanwaltschaft hat am Freitag Revision gegen den Freispruch des unter Terrorverdachts stehenden Marokkaners Abdelghani Mzoudi durch das Hanseatische Oberlandesgericht eingelegt. Dies teilte eine Gerichtssprecherin in Hamburg mit. Auch zwei Anwälte der Nebenkläger fochten das Urteil an.

Generalbundesanwalt Kay Nehm wies am Freitag Vorwürfe zurück, die Anklagebehörde habe entlastendes Material zurückgehalten. Die von dem Vorsitzenden Richter Klaus Rühle in seiner Urteilsbegründung geäußerte Kritik «entbehrt jeder Grundlage», erklärte Nehm in Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft verwahre sich gegen «derartige ehrenrührige Äußerungen», sagte er.

Mzoudi war die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zum Mord in rund 3000 Fällen vorgeworfen worden.

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