Generalsekretär Tauber
CDU will Wechsler zur AfD „nicht geschenkt“ zurück

„Meilenweit weg von der Union“ – so schätzt CDU-Generalsekretär Peter Tauber die Position der Alternative für Deutschland (AfD) ein. Unions-Mitgliedern, die zur Eurogegner-Partei wechseln, trauert er nicht nach.
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BerlinDer CDU-Generalsekretär Peter Tauber würde die zur rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) abgewanderten Parteimitglieder „nicht geschenkt“ zurücknehmen wollen. „Ich habe den Eindruck: Dort, wo AfDler von uns kommen, will sie von uns keiner geschenkt zurück“, sagte Tauber der „Berliner Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) und distanzierte sich damit deutlich von der AfD. Es handele sich bei den zur AfD gewechselten Menschen vielfach um Leute, „die wenig diskussionsfähig waren, die immer alles besser wussten“. „Die müssen dann eben eine neue Heimat finden“, sagte Tauber.

Der CDU-Generalsekretär zeigte sich überzeugt, dass Konservative in seiner Partei weiter gut aufgehoben sind. „Die AfD ist nicht konservativ, sie ist reaktionär“, sagte Tauber, dessen Partei sich bereits wiederholt von der eurokritischen Konkurrenz distanziert hat. Diese führe rückwärtsgewandte Angstdebatten: „Alles was sie europapolitisch fordert, ist meilenweit weg von der Union.“ Tauber äußerte die Erwartung, dass sich die AfD nicht langfristig als Partei halten werde. „Ich glaube, dass sie auf Dauer den Weg der Piraten gehen und verschwinden wird“, sagte der CDU-Generalsekretär, der kürzlich bereits eine schwarz-grüne Koalition im Bund in Aussicht gestellt hatte.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Generalsekretär Tauber: CDU will Wechsler zur AfD „nicht geschenkt“ zurück"

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  • Tauber sieht Konservative in der CDU weiterhin gut aufgehoben und stellt eine schwarz-grüne Koalition in Aussicht:)))) Überlegen unsere Volksvertreter wenigsten ein ganz klein wenig, bevor sie den Bürger mit ihrem Sülz erquicken?

  • @ Herr Billy Jo

    Zitat: Die Linke sollte nirgends als Orientierung für die AfD dienen. Das wäre nämlich ein fataler Fehler.

    - Oh so sollte das auch meinerseits nicht rüberkommen. Mir ging es nur darum zu verdeutlichen das die AfD als immer noch sehr junge Partei erst mal ihren Platz finden und sich auf nahezu allen Politikfeldern aufstellen sollte. Das dies Zeit braucht und bei vielen unterschiedlichen Richtungen innerhalb der Partei nicht leicht wird, das steht außer Frage. Deswegen ist es meiner Meinung nach richtig wenn man als Bürger/Wähler erst mal weiß wo die AfD steht bzw. gegen was sie ist. Das reicht hier und jetzt im Jahr 2014 erst mal aus aber ganz sicher nicht auf lange Sicht.

    Ansonsten stimme ich Ihrer Einschätzung absolut zu!

  • "Wir weinen ihnen keine Träne nach." Dies ließen die Betonköpfe der DDR-Nomenklatura über die über Prag ausgereisten DDR-Bürgern verlautbaren. Der CDU-Generalsekretär sollte in sich gehen und sich den von mir sehr geschätzen Politikstil der Kanzlerin oder des Finanzministers näher zu Gemüte führen. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Argumenten der "Abrünningen" ist der Königsweg. Wer inhaltlich überzeugt wurde, sollte mit Freunden wieder aufgenommen werden.
    Menschen mit ihren Bedenken vor den Kopf zu stoßen, wem hilft das?

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