Genmais

Deutschland macht Anbau-Verbot offiziell

Keine GVO-Nutzpflanzen in Deutschland: Die Bundesrepublik hat das Anbauverbot für Genmais offiziell der EU-Kommission mitgeteilt. Diese übermittelt das Verbot nun zunächst als Wunsch an die betroffenen Unternehmen.
Die Bundesrepublik hat die EU über das nationale Anbauverbot für GVO-Pflanzen informiert. Quelle: dpa
Genmaisverbot in Deutschland

Die Bundesrepublik hat die EU über das nationale Anbauverbot für GVO-Pflanzen informiert.

(Foto: dpa)

BerlinDeutschland hat das Anbauverbot für Genmais bei der Europäischen Union angemeldet. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom Mittwoch an die EU-Kommission wird die Aussaat mehrerer genetisch veränderter Organismen (GVO) auf dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik untersagt. „Der Anbau des gentechnisch veränderten Maises ist unvereinbar mit der in Deutschland üblichen Ackernutzung“, heißt es in dem Schreiben. Es sei mit negativen Folgen für den konventionellen und ökologischen Maisanbau zu rechnen.

Eigentlich entscheidet die EU über Anbaugenehmigungen. Seit diesem Jahr können Mitgliedsstaaten jedoch ein nationales Verbot erlassen. Mit dem nun an die EU-Kommission abgesandten Schreiben unternimmt Bundesagrarminister Christian Schmidt den ersten Schritt eines Verbotsverfahrens. Die EU-Kommission muss nun den Konzernen, die eine Anbaugenehmigung für ihre GVO-Nutzpflanzen beantragt haben, den deutschen Wunsch auf einen Vertriebsverzicht übermitteln. Erst wenn dies von den Unternehmen abgelehnt wird, kann nach den EU-Regeln der Anbau per nationaler Gesetzgebung untersagt werden.

Giganten auf dem Acker
Beetformer GF800
1 von 8

Das Modell der Firma Grimme, dem Spezialisten rund um Kartoffeln. Die Vorbereitung des Bodens, die Separierung, ist wichtig. Denn Beimengungen wie Steine können  im Kartoffelbau den gesamten Produktionsablauf stören, und die Flächenleistung der Erntemaschinen verringern.

GF800
2 von 8

Die Dammfräse bearbeitet intensiv den Boden und zerkleinert lästige Kluten. Diese entstehen, wenn die Erde bei der Bearbeitung zu feucht war. Mithilfe der Maschine wird die nun lockere Erde zu einem Damm aufgebaut.

Mähdrescher W650 von John Deere
3 von 8

Der amerikanische Landmaschinenhersteller liefert unter anderem Traktoren und Mähdrescher in alle Länder der Welt.

Tucano 420 der Firma Claas
4 von 8

Die Erntemaschine gilt als Einstiegsmodel; das APS Dreschsystem zeichnet sich durch einen Vorbeschleuniger im Dreschwerk aus. Dadurch wird eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber herkömmlichen Dreschwerken erreicht. Das Modell verfügt nach Unternehmensangaben über ein Korntankvolumen von 7500 Liter; es arbeitet mit einer Maximalleistung von 238 PS.

Claas
5 von 8

Vier Mähdrescher von Claas auf einem Feld in Angerbach, Sachsen.

New Holland
6 von 8

Ein Traktor des Produzenten New Holland, der zur Unternehmensgruppe CNH Industrial gehört, auf der Teststrecke.

Fendt 900 Vario
7 von 8

Der Traktor der Baureihe gehört im Segment über 200 PS zu den Marktführern. Fendt gehört seit 1997 zur AGCO-Corporation, einem der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Traktoren und Landmaschinen.

Unmittelbar betroffen sind die Konzerne Monsanto, Syngenta, Dow AgroScienes und DuPont-Pioneer , die Anträge für den Anbau von acht Genmais-Sorten in Brüssel gestellt haben, die teilweise bereits genehmigt wurden.

Mit genetisch veränderten Sojabohnen und anderen Produkten machen die Agrarkonzerne weltweit Milliardenumsätze. GVO-Befürworter werben unter anderem mit höheren Erträgen. Gegner verweisen auf nicht restlich geklärte Risiken.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Genmais - Deutschland macht Anbau-Verbot offiziell

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%