Geplantes Treffen mit Schröder wird verschoben
Putin sagt Deutschland-Besuch ab

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen ab Freitag geplanten zweitägigen Besuch in Deutschland abgesagt.

HB BERLIN. „Angesichts des schrecklichen Terroranschlags von Beslan“ seien beide Regierungen übereingekommen, die deutsch-russischen Regierungskonsultationen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, teilte die Bundesregierung mit. Das Treffen werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der Kreml- Pressedienst gab keine offizielle Begründung für die Verschiebung.

Putin steht wegen der Geiselnahme im nordossetischen Beslan seit Tagen unter heftiger innenpolitischer und internationaler Kritik. Hundertausende Russen demonstrierten am Nachmittag gegen den Terror. Tschetschenische Rebellen hatten vergangene Woche die Schule in Nord-Ossetien besetzt und bis zu 1 000 Kinder und Erwachsene in ihrer Gewalt gehalten. Bei der gewaltsamen Geiselbefreiung wurden mehr als 330 Menschen getötet, über die Hälfte davon Kinder.

Putin wollte eigentlich am Freitag nach Hamburg kommen, wo er sich mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Kabinettsmitgliedern beider Länder zu Beratungen treffen wollte. Bei dem Treffen, das am Samstag in Schleswig-Holstein fortgesetzt werden sollte, standen internationale Fragen sowie internationale Terrorismus auf der Tagesordnung. An den deutsch-russischen Konsultationen in Hamburg sollten erstmals auch Spitzenmanager teilnehmen, um über konkrete Wirtschaftsprojekte zu sprechen.

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