Germanistin aus der Eifel hat zwei klare Ziele
Nahles - Immer auf dem Sprung

Ihren Parteichef Franz Müntefering schleppte sie kürzlich in die Benediktinerabtei Maria Laach. Mit Finanzminister Hans Eichel besuchte sie medienwirksam das Heimatmuseum in Münstermaifeld.

Und Verteidigungsminister Peter Struck hat sie zu einem Firmenbesuch in Andernach fest eingeplant. Schon in normalen Zeiten mangelt es der SPD-Linken Andrea Nahles nicht an Energie. Doch im Wahlkampf dreht die 35-Jährige mit der Löwenmähne erst so richtig auf.

Die Germanistin aus der Eifel hat zwei Ziele klar vor Augen: Sie will zurück in den Bundestag, dem sie bis 2002 schon einmal angehörte. Und sie will bei der im November anstehenden Verjüngung der SPD-Spitze eine zentrale Rolle spielen. Beides wird Nahles, die dem Präsidium ihrer Partei schon angehört, wohl erreichen. Zwar hat die ehemalige Juso-Chefin die Reformpolitik Gerhard Schröders des öfteren deutlich kritisiert, doch ihre Äußerungen sind stets wohldosiert. Eine "Neuausrichtung" der Agenda, kein Kurswechsel sei nötig, betont sie. Die mit dem Gesundheitsökonom Karl Lauterbach erarbeitete Blaupause für die Bürgerversicherung gilt als ihr Gesellenstück.

Nahles kann aufbrausend und laut sein. Sie lacht gern und gestikuliert heftig. Rheinische Direktheit paart sich bei ihr mit politischer Klugheit: Zur Koalitionsdebatte sagt sie in diesen Tagen kein einziges Wort. Sie weiß: "Jede Spekulation schadet im Wahlkampf." doe

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