Gesamtmetall-Chef
Kannegiesser warnt vor Eskalation im Streik bei AEG

Der Chef des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, hat vor einer weiteren Eskalation des Streiks bei AEG in Nürnberg gewarnt.

HB PASSAU. Im Gespräch mit der „Passauer Neuen Presse“ warf er den Gewerkschaften vor, sie betrieben ein „gefährliches Spiel“. Mit dem Streik würde ausländischen Investoren vor Augen geführt, wie schwierig es sei, unternehmerische Entscheidungen am Standort Deutschland umzusetzen, warnte der Präsident von Gesamtmetall. „Ich sehe nicht, wem eine weitere Eskalation im Endeffekt nützen könnte“, fügte Kannegiesser hinzu.

Der Arbeitskampf der Nürnberger AEG-Beschäftigten gegen das Management der schwedischen Muttergesellschaft Electrolux hatte sich am Freitag ausgeweitet. Nach den Produktionsbeschäftigten traten auch die Logistikmitarbeiter am Nürnberger Konzernstandort in einen unbefristeten Streik und legten die Geräteauslieferung lahm. Sie wenden sich damit gegen die von Electrolux geplante Schließung des Nürnberger AEG-Werks. Der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer hatte am Freitag erklärt, er rechne auch mit einem baldigen Produktionsstopp in den polnischen Werken von Electrolux.

Die IG Metall fordert für die 1.700 von der Entlassung bedrohten Mitarbeiter einen Sozialtarifvertrag, der weit über einen üblichen Sozialplan hinaus gehen soll. Der Standort Nürnberg, an dem Waschmaschinen und Geschirrspüler gefertigt werden, soll nach Willen des Electrolux-Managements bis Ende 2007 geschlossen werden.

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