Gescheiterter Finanzausgleich
2006 drohen höhere Kassenbeiträge

Nach einer Umfrage des Handelsblatts erwarten mehrere Kassenverbände, dass vor allem große Kassen wie die AOK, Barmer, DAK und einige große Betriebskrankenkassen ihre Beitragssätze womöglich schon 2006 wieder erhöhen müssen.

HB BERLIN. Grund ist neben der ohnehin klammen Finanzlage, dass die Bundesregierung die versprochene Reform des Finanzausgleichs zwischen den Kassen nicht geschafft hat

Für 2007 versprochen war die Einführung eines morbidität- oder krankheitsorientierten Finanzausgleichs, der den Großkassen mit ihrem besonders hohen Anteil an kranken Versicherten mehr Geld gebracht hätte. „Wenn der Ausgleich nicht kommt, sind die mittelfristigen Aussichten für diese Kassen sehr eng“, sagten mehrere Kasseninsider dem Handelsblatt. Das erhöhe den Druck auf die Beiträge.

Auch Doris Pfeiffer, Chefin des Verbands der Angestelltenkrankenkassen, sieht diese Gefahr. „Auf jeden Fall muss die nächste Regierung, egal welche Farbe sie hat, dafür sorgen, dass nicht immer mehr Gesunde von den großen Versorgerkassen zu den Betriebskrankenkassen abwandern“, sagte sie dem Handelsblatt. „Ich kenne keine Kasse, die Beitragssatzpolitik mit Rücksicht auf den Wahlkampf macht“, bestätigte AOK-Chef Hans Jürgen Ahrens drohende Beitragserhöhungen indirekt.

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