_

Gesetze ohne Mehrheit: Vermittlungsausschuss vertagt Beratungen

Das Gesetz zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid und zwei weitere Gesetze, die im Bundesrat keine Mehrheit bekommen haben, liegen nach wie vor auf Eis. Eine Sitzung des Vermittlungsausschuss endete ergebnislos

Eine Mahnwache von Gegnern der Kohlendioxid-Speicherung vor dem Bundesrat in Berlin. Quelle: dapd
Eine Mahnwache von Gegnern der Kohlendioxid-Speicherung vor dem Bundesrat in Berlin. Quelle: dapd

BerlinDie Beratungen von Bund und Ländern zu mehreren Gesetzen aus dem Energie- und Arbeitsmarktbereich haben keine Ergebnisse gebracht. Der Vermittlungsausschuss vertagte am Dienstagabend die Gespräche über die Steuerförderung bei der Sanierung älterer Gebäude, das CCS-Gesetz zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid sowie die Reform der Förderinstrumente für Langzeitarbeitslose. Nächster Termin ist der 22. November.

Anzeige

Alle drei Gesetze fanden im Bundesrat keine Mehrheit. Bei der steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung sind vor allem die Kosten umstritten. Länder und Gemeinden hätten Steuerausfälle von bis zu 900 Millionen Euro hinnehmen müssen. Das CCS-Gesetz dagegen lehnen die Länder aus unterschiedlichen Gründen ab. So wehrte sich Brandenburg insbesondere gegen eine Klausel, wonach einzelne Bundesländer die Speicherung von Kohlendioxid auf ihrem Grund untersagen können. Andere Länder fordern eine grundsätzliche Überarbeitung des Gesetzes.

Bei der Arbeitsmarktreform verlangen die Länder, den Gründungszuschuss für Arbeitslose, die sich selbstständig machen wollen, in der jetzigen Form zu erhalten. Dieses Gesetz kann auch ohne die Zustimmung der Länder beschlossen werden.

  • Die aktuellen Top-Themen
Die Linke: Ulrich Maurer greift Parteispitze an

Ulrich Maurer greift Parteispitze an

In der Linken mehrt sich der Protest gegen die Parteispitze und den Zustand der Partei. Fraktionsvize Ulrich Mauer fordert eine radikale Verjüngungskur - und mehr Frauen. Denn in diesem Punkt hapert es gewaltig.

Gastkommentar: Die CDU muss weiter nach links rücken

Die CDU muss weiter nach links rücken

Nach der NRW-Wahl muss die Union neue Prioritäten setzen: Sie muss auf die Sorgen der Menschen reagieren. Sonst verliert sie noch mehr Vertrauen - und ihren Status als Volkspartei.

Studie: Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Wenn zwei Unternehmen um ein anderes streiten, bedeutet das oft nicht Gutes für den Gewinner. Denn bei Übernahmen können die Sieger die Erwartungen oft nicht erfüllen. Profiteur ist - der Verlierer.