Gesetzentwurf noch 2007
KFZ-Steuer richtet sich künftig nach Emissionen

Bundesverkehrsminister Tiefensee (CDU) plant noch in diesem Jahr eine Reform der KFZ-Steuer. Für die am CO2-Ausstoß orientierten Abgaben zeichnet sich offenbar der ADAC verantwortlich. Gewinner sind der Umweltschutz und Fahrer schadstoffarmer Fahrzeuge.

str BERLIN. Die Bundesregierung will eine KFZ-Steuer einführen, die sich am Schadstoffausstoß orientiert. Im Mittelpunkt solle nicht mehr die Größe des Motors, sondern die Umweltverträglichkeit stehen, sagte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Wochenende. Die Industrie begrüßte den Vorstoß.

Damit würden Autos teurer, die die Umwelt durch Kohlendioxid-Ausstoß und weitere Abgase stärker belasteten als andere, sagte Tiefensee. Besitzer umweltfreundlicherer Autos sollten dagegen belohnt werden. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, unterstützte Tiefensees Vorstoß. Die Kunden erhielten damit einen zusätzlichen Anreiz, ihr altes Auto durch ein neues und kraftstoffeffizienteres Fahrzeug zu ersetzen. Opel-Chef Hans Demant sagte, eine CO2-basierte KFZ-Steuer sei „grundsätzlich eine gute Sache“. Es müsse jedoch sichergestellt werden, dass dem Autofahrer keine zusätzlichen Lasten aufgebürdet würden.

Zustimmung kam auch vom Präsidenten des ADAC, Peter Meyer: „Für eine am CO2-Ausstoß orientierte Steuer machen wir uns seit über zwei Jahren stark, ein entsprechendes Modell wurde in unserem Haus entwickelt“, sagte Meyer dem „Tagesspiegel“. Was technologische Schritte zur Verbrauchminderung anbelangt, „versprechen wir uns viel vom Hybrid“. Bei der Entwicklung des Hybrids „hat unsere Industrie ein wenig gepennt“, sagte Meyer.

Tiefensee sagte, die Automobilhersteller müssten mehr für den Umweltschutz tun. „Die Bundesregierung wird das flankieren, und deshalb wird sie die KFZ-Steuer umbauen.“ Autofahren solle aber auch für diejenigen bezahlbar bleiben, die weniger Geld hätten und sich nicht so einfach ein neues Auto leisten könnten.

Seite 1:

KFZ-Steuer richtet sich künftig nach Emissionen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%