Gesetzesinitiative
SPD will Rechte von Teilzeitbeschäftigten stärken

Viel zu viele Frauen arbeiten unfreiwillig in Teilzeit, sagt die SPD. Deshalb startet sie eine Gesetzesinitiative, um den Umstieg auf Vollzeit zu erleichtern.
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BerlinDie SPD will Teilzeitbeschäftigten den Umstieg auf Vollzeitarbeit erleichtern und plant dazu eine Gesetzesinitiative. "Viel zu viele Frauen arbeiten unfreiwillig in Teilzeit und verdienen dabei nicht nur heute schlecht, sondern werden auch morgen nur eine mickrige Rente kriegen", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Anette Kramme, dem Handelsblatt (Freitagausgabe). "Das Thema muss vom Gesetzgeber angepackt werden." Die SPD-Fraktion werde dazu im Herbst einen Antrag vorlegen, kündigte Kramme an.

Nach Vorstellung der SPD sollte insbesondere ein klar definierter Anspruch auf eine befristete Teilzeitphase gesetzlich verankert werden. Wer vorübergehend auf Teilzeit wechseln wolle, solle sich absichern können, dass "danach automatisch wieder ein Vollzeitarbeitsverhältnis besteht ", erläuterte Kramme. Zudem müsse es darum gehen, die rechtliche Durchsetzbarkeit bestehender gesetzlicher Ansprüche zu verbessern.

Kramme unterstützte damit einen entsprechenden Vorstoß der IG Metall. IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte als Antwort auf den zunehmenden Fachkräftemangel ebefalls einen erleichterten Umstieg auf Vollzeitarbeit gefordert. Er hatte dies mit Hinweis auf Untersuchungen begründet, wonach jede zweite weibliche Teilzeitkraft gerne mehr arbeiten würde.

Dietrich Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Handelsblatt / Korrespondent

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