"Gesetzgeber wird handeln"
DSW: Vorstände spielen auf Zeit

Die großen deutschen Aktiengesellschaften werden nach Einschätzung der Anlegervertretung DSW mittelfristig nicht um die Veröffentlichung der Vorstandsgehälter herumkommen. „Spätestens in 2 oder 3 Jahren wird das Standard sein“, sagte der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jürgen Kurz, am Montag in Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF.- Wenn die Dax-Unternehmen dieser Empfehlung des Corporate- Governance-Kodex nicht freiwillig Folge leisten werden, werde der Gesetzgeber in Berlin oder Brüssel handeln. Auch die Aktionäre drängten auf mehr Transparenz in der Frage der Managerbezüge. Als Anteilseigner eines Unternehmens hätten sie das Recht, die genauen Bezüge der Spitzenmanager zu erfahren. Die bisher vorgebrachten Argumente gegen eine Offenlegung der einzelnen Managerbezüge überzeugten nicht.

Das Hauptargument dagegen sei, es werde eine Neiddebatte in Deutschland geschürt. Beispielsweise sei diese Debatte bei den Aktiengesellschaften Altana und Thyssen-Krupp, die die einzelnen Managerbezüge offenlegten, nicht zu beobachten.

Der DSW-Sprecher hielt Absprachen von Dax-Unternehmen, die Managerbezüge nicht zu veröffentlichen, für unwahrscheinlich. Die Verweigerer wüssten aber schon, dass sie sich in guter Gesellschaft befinden.

Lediglich neun der 30 Dax-Unternehmen listeten die Bezüge einzelner Vorstände auf. Zwei weitere Dax-Unternehmen geben das Gehalt des Vorstandschefs bekannt. Die restlichen 19 Dax-Unternehmen hielten sich an den Mindeststandard des Aktienrechts, die Summe der Vorstandsbezüge zu beziffern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%