Gesetzliche Absicherung Pflegeversicherung kann mit Überschuss rechnen

Geld genug: Die gesetzliche Pflegekasse kann laut Bundesbank auch 2015 mit einem Überschuss rechnen. Ein Polster von 500 Millionen Euro sorgt für Rücklagen in Höhe von sieben Milliarden Euro.
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Die Pflegeversicherung kann mit einem sattem Überschuss rechnen. Quelle: dpa
Pflege in der Praxis

Die Pflegeversicherung kann mit einem sattem Überschuss rechnen.

(Foto: dpa)

BerlinDie gesetzliche Pflegeversicherung kann nach Berechnungen der Bundesbank im laufenden Jahr mit einem Überschuss rechnen. Im ersten Quartal habe die Pflegekasse ein Plus von knapp 500 Millionen Euro eingefahren, teilte die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht mit. Dies ist in etwa so viel wie im gesamten Vorjahr.

Zwar stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent. Zugleich lagen aber auch die Einnahmen um 17,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Rücklagen wuchsen dadurch auf rund sieben Milliarden Euro. Der Beitragssatz war zu Jahresbeginn um 0,3 Prozentpunkte erhöht worden.

Ein Grund für die positive Entwicklung ist nach Angaben der Bundesbank-Experten die anhaltend günstige Beschäftigungs- und Entgeltentwicklung. Zudem benötigten die per Gesetz beschlossenen zusätzlichen Leistungen einen gewissen Vorlauf, bevor sie voll ausgabenwirksam würden.

Wie sich das Gesundheitswesen verändern wird
Die Ironie der Realität
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Viele der größten Herausforderungen, die das 21. Jahrhundert mit sich bringt, sind letztlich das Resultat positiver Veränderungen – zum Beispiel die höhere Lebenserwartung und eine bessere Vernetzung. Um die unerwünschten Nebeneffekte abzufedern, braucht es innovative Ideen, Forschung und Technologien. Im Folgenden die fünf wichtigsten Entwicklungen im Gesundheitsbereich.

Alternde Gesellschaft
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Bis 2050 soll die Zahl der Über-60-Jährigen auf über zwei Milliarden steigen, prognostiziert die WHO. Dadurch wird auch die Zahl von altersbezogenen Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer zunehmen. Vor allem in den Entwicklungsländern, in denen gegenwärtig 80 Prozent der durch chronische Erkrankungen verursachten Todesfälle auftreten, werden davon betroffen sein.

Kein ganz gewöhnlicher Tourist
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Aufgrund steigender Behandlungskosten reisen Patienten zunehmend ins Ausland, um sich dort behandeln zu lassen. Das Wirtschaftsvolumen des Medizintourismus wird pro Jahr auf zwischen10 und 40 Milliarden US-Dollar geschätzt. Zu den Top-Zielen zählen Indien, Mexiko und Thailand.

Wählen Sie D für Doktor
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Durch die zunehmende Vernetzung sind immer mehr qualifizierte Leistungen im Bereich Gesundheit verfügbar. Zu den Anwendungen zählen hier mobile Gesundheits-Apps, Diagnosen via Videokonferenz sowie Sprechstunden per Telepräsenz. Auch Fernoperationen können mithilfe von Chirurgie-Robotern möglich werden.

Zu wenige Spenderorgane
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Weltweit sind Spenderorgane knapp. Auf eine Million Einwohner kommen in der EU durchschnittlich nur 19,5 Spender. Deutschland liegt mit 10,7 Spendern deutlich darunter. 2014 gab es hier laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation insgesamt nur 864 postmortale Organspenden. Lösen ließe sich die geringe Bereitschaft der Bürger hierzulande mit Organen aus dem 3D-Drucker: Durch die neue Technologie könnten Angebot und Nachfrage ausgeglichen werden.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung hatte unlängst ebenfalls auf die gute Finanzausstattung der Pflegekasse verwiesen. Die geplante zweite Stufe der Pflegereform, die Verbesserungen beispielsweise für Demenzkranke bringen soll, sei daher aus dem Mittelbestand zu finanzieren, ohne Leistungen an anderer Stelle kürzen zu müssen. In dieser Wahlperiode will die Koalition dazu die Beiträge um weitere 0,2 Punkte heraufsetzen.

  • rtr
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