Gespräche können sich bis Oktober hinziehen
IT-Projekt "Herkules" der Bundeswehr verzögert sich erneut

Die milliardenschwere Modernisierung der Bundeswehr-Kommunikationstechnik verzögert sich erneut.

BERLIN. Wie das Handelsblatt (Dienstagausgabe) aus Verhandlungskreisen erfuhr, wurde der Vertragsabschluss des insgesamt 6,65 Milliarden Euro teuren Projekts "Herkules" erneut verschoben. Die Gespräche der Bundesregierung mit dem Industriekonsortium Isic 21 um das Systemhaus CSC Ploenzke über die Gründung einer halbprivaten IT-Gesellschaft könnten sich noch bis in den Oktober hinziehen. Nach mehreren Verzögerungen hatten die Partner eigentlich vorgehabt, sich bis Ende März zu einigen.

Die Partner geraten unter Zeitdruck, da die in der Auschreibung 2001 genannte Frist für den Abschluss der Verhandlungen Ende 2004 ausläuft. Das Verteidigungsministerium drängt den Haushalts-Ausschuss des Bundestages nach Informationen des Handelsblattes unterdessen, in seiner Sitzung am Mittwoch die gesperrten Haushaltsmittel für Herkules wieder freizugeben.

Bisher hat der Haushaltsausschuss die Planungsausgaben für das Projekt von 8,8 Mill. Euro in 2004 wegen der ständigen Verzögerungen mit einer Sperre belegt "Herkules" umfasst die Erneuerung der kompletten Kommunikationsinfrastruktur der Bundeswehr. Mehrere hunderttausend Telefonanschlüsse und Computerarbeitsplätze sollen mit passenden Rechenzentren, Software und Leitungen erneuert und miteinander vernetzt werden. Dafür hatte das Verteidigungsministerium bereits 2001 die Gründung einer halbprivaten IT-Gesellschaft ausgeschrieben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%