Gespräche werden nach Sommerpause fortgesetzt
Gertz für abgespecktes IT-Projekt Herkules

Bundeswehrverband-Chef Gertz setzt bei dem IT-Projekt «Herkules» auf Verhandlungen mit einem neuen Konsortium. Dabei müsse man sich auf das Notwendige konzentrieren, sagte er der Netzeitung.

Von Dietmar Neuerer, Berlin

HB BERLIN. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, hat sich dafür ausgesprochen, die Modernisierung der Informationstechnologie bei der Bundeswehr an den Erfordernissen der Nato auszurichten. Das Verteidigungsministerium solle deshalb das Scheitern der Verhandlungen mit dem Konsortium Isic-21 über das IT-Projekt «Herkules» als «Chance» begreifen, sagte Gertz der Netzeitung.

Was die Bundeswehr nicht brauche, ist eine «Eier legende Wollmilchsau», so Gertz. «Die künftigen modernen Streitkräfte müssen nicht alles können.» Das Augenmerk bei Verhandlungen mit einem neuen Konsortium müsse deshalb auf die Einsatzaufgaben der Bundeswehr gerichtet werden, forderte der Verbandschef. Das IT-System müsse kompatibel sein mit den Systemen der Nato-Partner. «Das muss bei den neuen Gesprächen absolute Priorität haben», so Gertz.

Nach Meinung von Bundeswehrverbands-Chef Gertz sollte verhandelt werden, was «dringend nötig ist für den Soldaten der Zukunft». Herkules müsse dabei die «Interoperabilität» der zahlreichen Telefon- und anderer Kommunikationssysteme der Bundeswehr gewährleisten können. «Das deutsche System muss auch innerhalb der Nato kompatibel sein.» Gertz mahnte überdies, der Bundeswehr nicht etwas aufzuzwingen, was sie nicht brauche.

Aus Regierungskreisen verlautete indes, dass die Verhandlungen mit der zweiten Bietergruppe TIS um T-Systems, IBM und Siemens «zügig» aufgenommen würden. Die Gespräche über das Projekt mit einem Volumen von 6,65 Milliarden Euro sollen demnach nach der Sommerpause beginnen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%