Gesundheit als Planwirtschaft
Horrormeldungen aus dem Krankenhaus

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Bedenken wurden von der Regierung ignoriert

2002 bestellte der damalige Schatzkanzler Gordon Brown bei dem ehemaligen Nat-West-Bankenchef Derek Wanless einen Bericht über die Zukunft des NHS. Wanless argumentierte, dass die Kostenkontrolle bei Sozialversicherungssystemen wie in Deutschland schlecht funktioniere und Ressourcen im NHS effizienter eingesetzt würden – etwa, wenn die Zentralbürokratie NHS Verträge mit der Pharmaindustrie abschließen kann.

Brown brachte den Bericht auf den ihm genehmen Punkt: „Ein NHS, der öffentlich über die Steuer finanziert wird und auf der Basis klinischer Bedürfnisse und nicht der Zahlungsfähigkeit zugänglich ist, bleibt das fairste und effizienteste System für dieses Land“. Konsumentendenken und Markt hätten in einem öffentlichen Gesundheitssystem nichts zu suchen. Bedenken von Wanless, etwa die Schwierigkeiten, die „klinischen Bedürfnisse“ zentral zu definieren – de facto die Rationierung von Gesundheitsleistungen – oder mit den wachsenden Erwartungen der Bevölkerung Schritt zu halten, wurden beiseite gewischt. Brown hatte wenig übrig für die zentrale Warnung von Wanless: „Die größte Schwäche des Systems ist die beschränkte Möglichkeit, individuelle Vorlieben und Wahlentscheidungen zum Ausdruck zu bringen“.

Kern des Wanless-Berichts war eine Kostenprojektion: Die Gesundheitskosten müssten von 68 Milliarden Pfund in 2002 auf 184 Milliarden Pfund in 2022 oder von 6,9 Prozent des BIP auf 12,5 Prozent des BIP gesteigert werden, wenn das System nicht zusammenbrechen sollte. So begann Labour Milliarden von Pfund in den rehabilitierten NHS zu stecken – was auch wie ein Wahlgeschenk wirkte und das Überleben der Labour-Regierung mitsichern half. 2010 gaben die Briten laut der Weltbank bereits 9,6 Prozent des BIP für ihren Gesundheitsdienst aus, die Kosten für Deutschland wurden in diesem Jahr mit 11,6 Prozent, für Frankreich mit 11,9 Prozent und in den USA mit 17,9 Prozent angegeben. Dies bestätigt die These, je weniger „Markt“- oder Wahlelemente im Gesundheitsdienst, desto effizienter ist es unter dem Kostenstandpunkt.

Kommentare zu " Gesundheit als Planwirtschaft: Horrormeldungen aus dem Krankenhaus"

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  • Hatte eine Bekannte aus Jugendtagen die nach England, London, geheiratet hat. Bei einem Besuch hat sie mir erklärt dass sie ihren Hausarzt zugewiesen bekommt. Der Hausarzt kennt sich jedoch mit ihrer sehr seltenen Krankheit nicht aus. An weiterbehandelndet Ärzte schickte er sie nicht. Geld um sich einen Arzt selber zu leisten hatte sie nicht und so ist sie vor einigen Jahren verstorben. Bie dem Gespräch hat sie mir auch gesagt dass eines Tages der Arzt ihr gesagt hat dass er sie nicht mehr behandle.
    Ja sie ist immer fordernd gewesen. Jedoch hat sie immer nur notwendige Sachen gefordert. So kenne ich sie zumindest.

  • Gutmenschen von Deutschland!
    CDU+GRÜNE+SPD+FDP+CSU+LINKE

    Die Definition für "Gutmensch":
    Ein extrem naiver Mensch, der mit seine Ansichten der Gesellschaft fundamental tiefen Schaden zufügt.

    Die „Ergebnisse“ der Jahrzehntelangen verblödeten Politik!
    Deutschland am Abgrund!
    Durch die Versager von CDU+GRÜNE+SPD+FDP+CSU+LINKE

    Die endlosen Katastrophen der der dummen Politiker!
    Trümmerhaufen Deutschland

    Und das selbstbewusste Lächeln der Henker von „Deutschland“
    +++
    Das ist genau das, wovor der CIA in seiner Gefahrenstudie 2008 gewarnt hat!
    Bürgerkrieg bis 2020
    http://www.webdesign-luene.de/aktuelles/2009/11/29/burgerkrieg-in-deutschland/
    http://www.readers-edition.de/2010/10/22/cia-prophezeit-buergerkrieg-in-deutschland/
    +++
    Die verblödete Republik
    - wie uns Medien , Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen
    Thomas Wieczorek, Jg.1953, Journalist und Parteienforscher
    +++
    Sprachprobleme irritieren
    - bei mehr als 30.000 ausländischen Ärzten im Land
    Kommunikationsprobleme in deutschen Krankenhäusern führen zu „ernsthaften Zwischenfällen“. Grund dafür sind meist mangelhafte Sprachkenntnisse ausländischer Ärzte.
    http://www.n-tv.de/politik/Sprachprobleme-irritieren-article10275371.html
    +++
    Wasser ist KEIN Menschenrecht:
    CDU/FDP offenbar geschlossen für Wasser-Privatisierung
    Der Bundestag hat am 28. Februar 2013 …
    http://info.kopp-verlag.de/nachrichten/wasser-ist-kein-menschenrecht-cdu-fdp-offenbar-geschlossen-fuer-wasser-privatisierung.html
    +++
    „Die Lösung!“
    Zeitnahes Abschaffen von CDU+GRÜNE+SPD+FDP+CSU+LINKE
    Das Verbrechen an Deutschland u. den Deutschen stoppen!
    Für ein starkes menschliches werteorientiertes Deutschland!

  • Wie bescheuert muss man sein, CDU+GRÜNE+SPD+FDP+CSU+LINKE zu wählen?

    Kann mir irgendjemand plausibel vermitteln, wo so viel Blödheit her kommt, um so etwas Volks- u. Deutschlandfeindliches zu wählen?
    +++
    „Diese Menschen islamischen Glaubens mit ihrer Herzlichkeit und Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.“ Zitat Dr. Maria Böhmer, „Professorin“, CDU, MdB

    "Moscheen werden Teil unseres Stadtbildes sein." Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin in der FAZ vom 18.September 2010

    "Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”, Jürgen Trittin, Quelle: Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 14/36 vom 23.04.1999, Seite: 2916 "

    „…denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit…“ Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin

    "Was unsere Urväter vor den Toren Wiens nicht geschafft haben, werden wir mit unserem Verstand schaffen!" Cem Özdemir, Bündnis90/Die Grünen (Quelle: Hürriyet vom 8.9.98 (auf türkisch), abgedruckt im Focus am 14.9.98)

    Claudia Fatima Roth
    http://www.youtube.com/watch?v=4cSN-S72XIE

    Es ist Aufgabe der Politik, das Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung zu stärken“
    03.02.2003 im Präsidium der CDU, Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin

    "Wir sind dabei, das Monopol des alten Nationalstaates aufzulösen. Der Weg ist mühsam, aber es lohnt sich, ihn zu gehen." Wolfgang Schäuble, CDU und Bundesfinanzminister (Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.10.2011)

    „Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt!“ Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin
    … usw. …
    http://marc-doll.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51:negative-zitate&catid=41:buchtipp-zitate&Itemid=61

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