
DÜSSELDORF. Der Freiburger Ökonom Bernd Raffelhüschen rechnet in den kommenden Jahren mit drastisch höheren Krankenkassenbeiträgen. „Allein der demographische Effekt wird die Beitragssätze auf knapp 20 Prozent anwachsen lassen, rechnen wir den Kostendruck durch den medizinisch-technischen Fortschritt dazu, dann werden es im optimistischen Fall eher um die 28 Prozent sein“, schreibt der Professor für Finanzwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau in einem Gastbeitrag für Handelsblatt Online.
Die Gesundheitspläne hält Raffelhüschen vor diesem Hintergrund für einen „Lufthauch im Verhältnis zu den demographischen Orkanböen, die sich in Zukunft zusammenbrauen“. Wenn im Jahr 2040 die Generation der heute 30- bis 50-Jährigen die Alten und damit Kranken fast verdoppele, dann könne man nicht mit dem heutigen Beitragssatz das gegenwärtige Leistungsniveau finanzieren, wenn zugleich die Anzahl der Zahler um fast ein Drittel gesunken sei, schreibt der Ökonom.
Der Koalitionskompromiss sieht zur Deckung des Krankenkassendefizits von voraussichtlich elf Mrd. Euro im nächsten Jahr eine Erhöhung des Beitragssatzes von 14,9 auf 15,5 Prozent sowie künftige Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe für die 50 Mio. Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor.
Rösler sprach von einem Einstieg in eine langfristige Reform. Die Lasten für das kommende Jahr seien gerecht zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern, Leistungsgebern und Steuerzahlern verteilt. „Der Zusatzbeitrag wurde so ausgebaut, dass er der Einstieg in ein neues System ist“, sagte Rösler am Mittwoch im Deutschlandfunk. In Zukunft komme es darauf an, das System selbst und die Ausgabenseite zu verbessern.
Der Bund der Steuerzahler attackiert die Regierung wegen der Reform scharf. „Die Bundesregierung verstößt mit ihrem Beschluss gegen zwei ihrer wichtigsten Ziele: Zum einen belastet sie mit der Beitragserhöhung insbesondere die Mittelschicht, die eigentlich entlastet werden sollte, zum anderen will sie den Arbeitgebern neue Bürokratielasten im Rahmen eines Solidarausgleichs beim Zusatzbeitrag aufbürden und konterkariert damit den angestrebten Bürokratieabbau“, sagte Verbandsgeschäftsführer Reiner Holznagel am Mittwoch Handelsblatt Online. „Daher sind beide Maßnahmen in ihrer Ausgestaltung abzulehnen.“ Für grundsätzlich richtig hält es Holznagel hingegen, die Gesundheitskosten von den Arbeitskosten abzukoppeln. „So wie wir die Koalition kennen gelernt haben, ist das letzte Wort in dieser Sache bestimmt noch nicht gesprochen", fügte er hinzu.
Die Lösung des Problems kann nur darin bestehen, dass sich der Staat gänzlich aus dem Gesundheitswesen zurückzieht. Jedem bürger muss es in einer Marktwirtschaft doch selbst überlassen bleiben, ob er sich krankenversichert oder nicht bzw. in welchem Umfang er sich krankenversichert. Die Krankenkassen müssen allesamt privatisiert werden. Die große Masse der Gesundheitskosten fällt an in den letzten Monaten vor dem Tod eines Menschen. Tausende von alten Menschen hängen täglich für Milliardenkosten an der Apparatemedizin und werden davon auch nicht mehr loskommen. ich hoffe jedenfalls, dass mir dieses erspart bleibt. An unmenschlichen lebensverlängernden Maßnahmen, mit denen sich unzählige Klinikärzte ihre Jahresgehälter von 500.000 € rechtfertigen, habe ich jedenfalls kein interesse. ich gehöre zum Glück zu jenen wenigen, die von der Versicherungspflicht befreit sind.
Es ist doch immer wieder derselbe Mist, der da von den vermeintlich ach so sozial eingestellten SPDlern verzapft wird: der vermeintliche "Arbeitgeberanteil" wird doch nicht von den Arbeitgebern bezahlt, sondern kann nur dann vom Arbeitgeber abgeführt werden, wenn der Arbeitnehmer diesen betrag vorher erwirtschaftet hat. Also wäre es eigentlich besser, den "Arbeitgeberanteil" an allen Sozialabgaben dem Arbeitnehmer auszuzahlen und dann den ganzen Verwaltungskram dem Arbeinehmer und den Sozial-Kassen zu überlassen. Das wäre der richtige Weg
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