Gesundheitsfonds
Krankenkassen fühlen sich in die Pleite getrieben

Der Ersatzkassenverband VdAK hat nachgerechnet, welche Auswirkungen der Gesundheitsfonds konkret auf die deutschen Krankenkassen hätte. Das Ergebnis: Acht Kassen mit zusammen 2,8 Millionen Versicherten müssten ihr Geschäft einstellen. Das Gesundheitsministerium sieht in dem Rechenexempel allerdings Panikmache.

HB BERLIN. Unter den Pleitekandidaten seien vier Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf den VdAK. Derzeit gibt es rund 250 gesetzliche Krankenkassen mit insgesamt 28 Millionen zahlenden Mitgliedern und mehr als 40 Millionen kostenlos Mitversicherten.

Mit Einführung des Gesundheitsfonds soll künftig von der Regierung ein für alle Kassen einheitlicher Beitragssatz festgelegt werden. Die Beitragseinnahmen sollen im Fonds zusammenfließen. Daraus bekäme jede Kasse pro Versicherten einen einheitlichen Betrag.

Nach Darstellung des VdAK Niederachsen würden nach 2009 jedes Jahr weitere der derzeit 250 Kassen schließen müssen. Etwa jede fünfte Kasse werde Zusatzprämien in unterschiedlicher Höhe verlangen müssen, da sie ansonsten rote Zahlen schreiben würde.

Das Gesundheitsministerium in Berlin wies den Bericht am Freitag als „Mär“ zurück. Er entbehre jeder Grundlage. Ein Sprecher von Ministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte, die Ausgaben der Krankenkassen würden zum Start des Gesundheitsfonds zu 100 Prozent aus dem Fonds gedeckt. Außerdem würden alle Kassen entschuldet in den Fonds hineingehen. Unterschiedliche Ausgaben für Kranke würden zudem ausgeglichen, erläuterte der Sprecher.

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