Gesundheitsminister
Bahr kritisiert Tabak-Regeln der EU

Gesundheitsminister Daniel Bahr hat sich das Rauchen abgewöhnt. Die von der EU geplanten Regeln für Zigarettenhersteller findet er dennoch nicht grenzenlos gut. Dahinter steckt auch seine politische Linie.
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BerlinBundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) steht der von der EU geplanten Verschärfung der Anti-Raucher-Maßnahmen skeptisch gegenüber.

"Ich will die Bürger von gesundheitsbewusstem Verhalten überzeugen und nicht gängeln oder bervormunden", sagte Bahr der "Bild am Sonntag". Die einzelnen Vorschläge müssten jetzt diskutiert werden.

Geplant sind unter anderem schärfere Warnhinweise auf Zigarettenschachteln oder ein Verbot von Tabakzusatzstoffen. Unter anderem sollen Warntexte wie „Rauchen tötet“ und schockierende Fotos künftig 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Zigarettenpackung einnehmen.

Bahr machte darauf aufmerksam, dass die Pläne bislang nur Entwürfe seien. "Es handelt sich um einen Entwurf des Kommissars, der jetzt erst in die Kommission eingebracht werden muss. In diesem Stadium kann man für Deutschland überhaupt keine Aussage treffen", sagte der Politiker, der selbst das Rauchen aufgegeben hat.

Die Vorlage der verschärften Tabak-Regeln hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder verzögert. Vor wenigen Wochen war der bisherige EU-Gesundheitskommissar John Dalli über Bestechungsvorwürfe gestürzt.

 
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gesundheitsminister: Bahr kritisiert Tabak-Regeln der EU"

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  • Neueste Untersuchungen zeigen, dass Raucher ein mehr als doppelt so hohes Risiko haben an Alzheimer zu erkranken. Man sollte halt Rauchen vom Nervengift Nikotin unterscheiden können...
    Offen ist da übrigens gar nichts, im Schnitt leben Nichtraucher satte 11 Jahre länge. (das zeigt auch eine neuseste Studie)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Tja, das alles ist eine offene Frage.

    Schauen wir uns den Altkanzler Schmidt an, seine verstorbene Frau, seine jetzige Lebensgefährtin, den Stararchitekten Niemeyer, eben mit 104 Jahren verstorben, alles Dauerraucher.

    Meine Mutter starb mit 96 Jahre, ebenfalls Dauerraucherin seit ihren zwanziger Jahren.

    Wie sagte Kissinger zu Schmidt: offenbar hält das Rauchen fit.(oder so ähnlich)

    Alle waren zu keiner Zeit dement,trotz des hohen Alters, auch meine Mutter nicht..

    Neueste Untersuchungen bescheinigen, daß Nikotingaben an Alzheimer Patienten eine deutliche Besserung ergaben.

    Nun forscht mal schön weiter. Vielleicht, wenn die Industrie dies erkennt und als gewinnträchtig beurteilt, muß man demnächst Nikotinpillen schlucken, weiöl es den Gehirnstoffwechsel aktiviert , oder so ....

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