Gesundheitsminister greift durch
Bahr weist Pharmalobby vor die Tür

Die Pharmaindustrie muss sich auf Gegenwind einstellen: Gesundheitsminister Bahr will die Hersteller aus allen Beratergremien verbannen. Die Branche fühlt sich düpiert - und sucht nach neuen Wegen der Einflussnahme.
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BerlinNach Zwangsrabatt und Preisstopp plant Gesundheitsminister Daniel Bahr die Vertreter der Branche aus allen Gremien herauszuwerfen, die bislang das Gesundheitsministerium in Fragen des Arzneimittelrechts beraten. Das geht aus einem Informationspapier zur nächsten Arzneimittelreform hervor, das dem Handelsblatt vorliegt.

Die Branche ist empört und fühlt sich ein weiteres Mal von der angeblich wirtschaftsfreundlichen FPD düpiert. "Hier soll eine über drei Jahrzehnte gut funktionierende sinnvolle Kooperation einfach aufgekündigt werden," klagt Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH).

Tatsächlich sitzen Vertreter verschiedener Verbände der Arzneimittelindustrie bereits seit 1978 in fünf Expertenkommissionen. An der Seite von Pharmakologen, Ärzten und Krankenkassenvertretern beraten sie den jeweiligen Minister - etwa wenn es um die Frage geht, ob ein Medikament nur in der Apotheke verkauft werden darf oder sogar nur gegen Rezept eines Arztes zu haben ist. Auch bei der Zulassung von Medikamenten besonderer Therapierichtungen wie pflanzlicher Arzneimittel oder homöopathischer Medikamente darf die Industrie mitbestimmen.

Künftig soll das aber nicht mehr gelten. So heißt es in dem Papier über das künftige Expertengremium für Arzneimittel besonderer Therapierichtungen ausdrücklich "ohne Beteiligung der Wirtschaftskreise". "Neustrukturiert" werden sollen auch der künftige Sachverständigenausschuss für Verschreibungs- und Apothekenpflicht und die Deutsche Arzneibuch-Kommission. Ihre Mitglieder sollen künftig "allein der medizinischen oder der pharmazeutischen Wissenschaft angehören". Die Wirtschaftskreise werden also auch hier vor die Tür gesetzt. Dies sei im "Hinblick auf die notwendige Unabhängigkeit der Gremien in rein fachspezifischen Fragen erforderlich", heißt es zur Begründung.

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  • Wenn man weiß wer im WHO sitzt, dann haben Sie mit Ihrem Beitrag Recht.
    Der geamte WHO besteht aus ehemaligen Oharmaleuten. Deshalb auch in den letzten Jahren die vielen angeblich aktuen Seuchen udn grippen und es sit ja auch imemr schnell ein Impfstoff da.
    Diese ganzen Vereine sind verfilzt bis zum geht nicht mehr

  • Na toll, dann haben wir doch endlich die DDR wieder.
    Gehts noch?
    Wollen Sie wirklich Planwirtschaft?
    Also ich möchte meine freie Arztwahl aber gerne behalten
    Und was auf meienr Gesundheitskarte steht, wenn diese denn kommt, das bestimme ich aber selber.
    Da werden allenfalls die Allergien drauf sein und meine Medikantenunverträglichkeiten, da das unter Umständen lebenbedrohlich sein kann, aber sonst nichts

  • @Voltaire

    ich stimme vielen Ihrer Vorschläge zu.
    Sie haben nur etwas ganz wesentliches vergessen:
    Die völlige kostenlose Mitversicherung von Ehefrauen und Kinder muß ab einer bestimmten Gehaltshöhe wegfallen. Heute haben wir das Kuriosum, dass die kleine Verkäuferin für die Ehefrau und Kinder ihres Abteilungsleiters mit zahlt, der aber verdient um Längen mehr.
    Solidargemeinschaft ist inzwischen Solidarität von unten nach oben.
    Als weiteres muß endlich das Zuwanderungsproblem von allen Steuerzahlern getragen werden.
    Derzeit zahlen die Beitragszahler die Zuwanderung zwei Mal. Einmal über Steuern wie alle das zweite Mal alleine über unsre Krankenkassenbeiträge, denn die sind alle versichert zahlen aber nichts.
    Wenn der Staat das will, müssen alle zahlen.
    Und ein weiteres muß aufhören, dass aus unsren Kassen jährlich Millionen entnommen werden um im Ausland ganze Familienclans ärztlich zu versorgen, weil ein Angehöriger diese Familie in Deutschland lebt. Das geht so weit, dass Eltern und Großeltern versorgt werden.
    Und es müssen unsinnige Dinge wieder gekippt werden, wie z. B. das Mammografie-screening, was den Frauen Sicherheit vorgaukelt, die nicht vorhanden ist, denn zu einer ordentlichen Mammografie gehört Ultraschall, sonst ist es Nonsens.
    Drogenprävention wird alleine von den gesetzl. Kassen gemacht, auch das wäre aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, also von allen Steuerzahlern zu leisten.
    Dies sind nur ein paar Dinge, ich hab in meiner Schublade noch mehr

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