Gesundheitsministerium begrüßt Vorschläge
Barmer fordert Ende des Monopols der Kassenärztlichen Vereinigungen

Der Vorstandschef der Barmer Ersatzkasse, Eckart Fiedler, hat die Bundesregierung aufgefordert, die kassenärztlichen Vereinigungen zu entmachten.

BERLIN. Die Politik müsse dafür sorgen, dass in Zukunft statt der Verbände die „einzelne Krankenkasse im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht“, sagte der Chef der größten deutschen Kasse. „Gemeinsame und einheitliche Verträge verhindern Kreativität und Flexibilität und führen zu verkrusteten Monopolen.“ Daher müssten „alle vertraglichen Zuständigkeiten auf die einzelne Kasse übergehen“.

Bislang sind die Vergütungen aller 140 000 niedergelassenen Ärzte einheitlich geregelt. Sie werden jährlich zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und den Verbänden der verschiedenen Krankenkassen auf Landesebene ausgehandelt. Außerdem haben die KVen als Körperschaften des öffentlichen Rechts den Auftrag, die ärztliche Versorgung bundesweit sicher zu stellen.

Barmer-Chef Fiedler möchte die KVen nicht gänzlich funktionslos machen. Nach seinen Vorstellungen sollen sie weiter für die hausärztliche Versorgung zuständig sein. Mit Fachärzten in den Praxen und Krankenhäusern, fachärztlichen Gemeinschaftspraxen und medizinischen Versorgungszentren will die Barmer nur noch direkt Verträge schließen.

Dadurch sollten die Kassen die Möglichkeit erhalten, „durch ein qualitativ gutes und zugleich wirtschaftliches Leistungsmanagement die Versicherten zu überzeugen, bei ihnen zu bleiben oder zu ihnen zu kommen.“ Ohne einen solchen Vertragswettbewerb, würde der von der Politik forcierte Wettstreit der Kassen untereinander nur zu einem Kampf um gesunde Mitglieder und einer Verschlechterung der Versorgung führen, sagte Fiedler.

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