Gesundheitspolitik
CDU-Politiker rechnet mit höheren Gesundheitsbeiträgen

Der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl- Josef Laumann (CDU) geht davon aus, dass alle gesetzlich Krankenversicherten Zusatzbelastungen zu erwarten haben. Nach der Bundestagswahl werde die "kleine Prämie" in der Politik eine größere Rolle spielen.

dpa BERLIN. Es würden bald alle Kassen einen Zusatzbeitrag verlangen, sagte der Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU der Tageszeitung "Die Welt" (Samstag). "Wir werden uns an diese kleine Prämie gewöhnen müssen." Die Prämie werde nach der Bundestagswahl "in einer schwarz-gelben Koalition eine größere Rolle spielen, wenn wir nicht nur die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse belasten wollen".

Auf Basis des sogenannten Grundlagenbescheids wird für jede Kasse festgelegt, welche Zuweisungen sie aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Reicht das Geld nicht aus, können bei den Versicherten Zusatzbeiträge erhoben werden. Bisher hat nur die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) einen Extrabeitrag von ihren Versicherten verlangt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat wiederholt betont, auch nach der Wahl am 27. September am Gesundheitsfonds festhalten zu wollen.

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