Gesundheitspolitik
Union streitet um Spitzenjobs

In CSU und CDU konkurrieren mehrere Abgeordnete um hohe Posten in der Gesundheitspolitik. Zwei Kampfabstimmungen stehen an. Am Donnerstag sollen in der CSU-Landesgruppe Fraktionsvize und Sprecher gewählt werden. In der Schwesterpartei streiten zwei Kandidaten um den Posten des gesundheitspolitischen Sprechers.
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BERLIN. Bei der Besetzung von Spitzenposten in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion kommt es nach Handelsblatt-Informationen zu zwei Kampfabstimmungen um das komplizierte Feld der Gesundheitspolitik. So konkurrieren in der CSU-Landesgruppe Max Straubinger und Johannes Singhammer um den Posten des für Gesundheitspolitik zuständigen Vizechefs der Fraktion. Bisheriger Amtsinhaber war der CSU-Politiker Wolfgang Zöller.

Die CSU-Landesgruppe wollte gestern Abend versuchen, ihre Unstimmigkeiten zu beseitigen. Die Wahl der Fraktionsvize und der Sprecher ist für Donnerstag geplant.

Kandidat hat sich Feinde gemacht

Auch in der CDU sorgt das Gesundheitsthema für Streit. Hier geht es um die Besetzung des im Vergleich zum Fraktionsvize weniger machtvollen Postens des gesundheitspolitischen Sprechers. Hierfür bewerben sich der junge CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn und der CDU-Abgeordnete Rolf Koschorrek.

Beide waren in der vergangenen Legislaturperiode bereits Mitglied im Gesundheitsausschuss. Spahn war zudem stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher. Er gehört dem mächtigen Landesverband Nordrhein-Westfalen an, Koschorrek kommt aus Schleswig-Holstein. Spahn hatte sich in der Debatte um die außerplanmäßige Rentenerhöhung 2008 einen Namen, aber nicht nur Freunde gemacht.

Das Amt des haushaltspolitischen Sprechers soll Norbert Barthle (CDU) aus Baden-Württemberg übernehmen. Er war bisher Stellvertreter seines Vorgängers Steffen Kampeter. Als finanzpolitischer Sprecher ist Leo Dautzenberg (CDU) vorgeschlagen.

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