Gesundheitsreform
Ärzte melden 10 Prozent weniger Patienten

Nach dem Sturm im Dezember erleben die deutschen Arztpraxen jetzt die Flaute nach der Gesundheitsreform.

HB BERLIN. Im ersten Quartal 2004 sind die Arztbesuche nach vorläufigen Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Vergleich zu den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um rund zehn Prozent zurückgegangen. Besonders betroffen seien die Fachärzte, sagte ein KBV-Sprecher am Donnerstag in Berlin. Während in dieser Gruppe die Patientenzahlen um zehn bis 13 Prozent abgenommen hätten, betrage das Minus bei den Hausärzten lediglich sieben bis neun Prozent. Bislang hätten zehn regionale Kassenärztliche Vereinigungen Zahlen für das erste Quartal vorgelegt, so dass man einen Überblick über die Entwicklung bei rund der Hälfte der deutschen Kassenärzte habe, sagte der Sprecher.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung führte den Rückgang der Zahlen darauf zurück, dass viele Patienten vor dem In-Kraft-Treten der Gesundheitsreform am 1. Januar 2004 noch einmal eine Praxis aufgesucht hätten und nun erst einmal auf einen Arztbesuch verzichteten. Wie sich die zu Jahresanfang eingeführte Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal auf die Arztbesuche auswirke, werde sich erst im Laufe des Jahres zeigen.

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