Gesundheitsreform
Privatversicherer gehen in die Offensive

Mit einem einstimmigen Beschluss für den weiteren Ausbau der privaten Krankenversicherung (PKV) ist deren Verband Berichten über internen Richtungsstreit entgegengetreten.

HB BERLIN. Die Mitgliederversammlung des PKV-Verbands wolle einen weiteren Ausbau als Alternative zu einer zunehmend staatlich regulierten Grundversorgung, sagte der Verbandsvorsitzende Reinhold Schulte am Mittwoch in Berlin. „Niemand in der PKV will die Vollversicherung aufgeben.“

Konzerne wie Allianz, Axa und Ergo hatten nach Medienberichten in einem internen Papier über die Überführung der PKV und der gesetzlichen Krankenversicherung in eine Einheitskasse mit Grundversorgung nachgedacht.

Mit neuen Pflegeberatern und Vorsorgeangeboten sucht die PKV angesichts erschwerter Geschäftsbedingungen durch die Gesundheitsreform die Offensive.

Von den Ärzten verlangte die PKV bezahlbare Honorare auch für Privatpatienten. Die Bundesregierung forderte sie zu einer Regelung auf, nach der ein Privatversicherter mindestens drei Jahre bleiben muss, wenn er künftig in den Basistarif einer anderen Privatkasse wechselt.

Zum Basistarif auf dem Niveau der gesetzlichen Versicherung sind die Privatkassen ab 2009 verpflichtet. Beim Wechsel des Anbieters sollen Versicherte künftig ihre Altersrückstellungen mitnehmen dürfen.

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