Gesundheitswesen
Arzneimittel-Sparpaket dämpft Kostenanstieg

Das jüngste Arzneimittel-Sparpaket hat den starken Anstieg der Kosten im deutschen Gesundheitssystem im zweiten Quartal gebremst. Allerdings ergibt sich im Vergleich des gesamten ersten Halbjahres zum Vorjahreszeitraum dennoch ein fataler Anstieg der Kosten.

HB BERLIN. Im zweiten Quartal seien die Arzneimittelausgaben nur noch um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände am Freitag in Berlin mit. Im Juni seien die Kosten sogar um 1,8 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zurückgegangen. Die Zahl der verschriebenen Packungen sei um gut vier Prozent auf 61 Millionen Euro gefallen.

Das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) war zum 1. Mai in Kraft getreten, allerdings zum Teil rückwirkend ab 1. April. Seit 1. Juli gilt die Neuerung, dass besonders preisgünstige Arzneien von der Zuzahlung befreit werden können. Davon erhoffen sich die Kassen weitere Einsparungen. Die Wirkung zeigt sich in den jetzt veröffentlichten ABDA-Zahlen bis Juni aber noch nicht.

Ergänzend erklärte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) in Berlin, der Umsatz der verordneten Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung sei gesehen aufs ganze erste Halbjahr um 4,2 Prozent gestiegen. Neue Rheumamittel hätten um 29 Prozent zugelegt, Präparate gegen Schizophrenie um 16 Prozent. Mit Hormonpräparaten nach Brustkrebs seien 23 Prozent mehr Umsätze erzielt wordne und mit neuesten Krebsarzneien 45 Prozent mehr.

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