Stahlkonzerne: Völlig überraschend hat die alliierte Hohe Kommission die Liquidation von sechs westdeutschen Stahlkonzernen zum Monatsende angeordnet. Betroffen sind die Vereinigten Stahlwerke, Krupp, Mannesmann, Hoesch, die Klöcknerwerke und die Gutehoffnungshütte Oberhausen. Zuvor hatten die Alliierten bereits den Chemiekonzern IG Farben zerschlagen.
D-Mark: Der Wechselkurs der D-Mark zum Schweizer Franken ist auf den höchsten Stand seit April geklettert. Als Grund gilt die Ankündigung der Außenminister der Westalliierten, den Kriegszustand gegenüber Deutschland bald zu beenden. 100 Franken kosten 82,25 D-Mark.
Luxussteuer: Die Bundesregierung wird nun doch keine zehnprozentige Luxussteuer auf Südfrüchte einführen. An einer Luxussteuer für Teppiche, die über 80 D-Mark pro Quadratmeter kosten, sowie für Lederwaren über 150 D-Mark hält das Kabinett aber fest.
Volkswagen: Ein Fünftel seines Marktanteils verloren hat VW. Im ersten Halbjahr verkaufte Volkswagen in der Bundesrepublik 24 350 Autos. Das entsprach einem Marktanteil von nur noch 38 Prozent. Im Jahr zuvor hatte er noch 49,1 Prozent betragen. Zulegen konnten Ford und Opel.
Bundesbahn: 6 400 Kilometer ihres Schienennetzes will die Bundesbahn trotz hoher Investitionskosten elektrifizieren. Wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens braucht die Bahn für neue Waggons zudem 200 Millionen D-Mark.


