Gewalt-Exzesse in Köln

Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant

Nach den Krawallen gewaltbereiter Hooligans und Neonazis in Köln fragt sich die Politik, ob ähnliche Veranstaltungen künftig verhindert werden können. Bei Facebook rufen zwei Gruppierungen derweil zu neuen Demos auf.
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Zu der Demonstration am Sonntag, die sich offiziell gegen radikal-islamische Salafisten richtete, waren rund 4.800 Hooligans und Neonazis nach Köln gereist. Bei Straßenschlachten wurden fast 50 Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos demoliert. Quelle: dpa

Zu der Demonstration am Sonntag, die sich offiziell gegen radikal-islamische Salafisten richtete, waren rund 4.800 Hooligans und Neonazis nach Köln gereist. Bei Straßenschlachten wurden fast 50 Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos demoliert.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die am Wochenende in Köln durch ihre hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen ist, hat für den 15. November eine Kundgebung „gegen den islamistischen Terror“ angemeldet. Gestartet werden soll an der Hamburger Sternschanze. Das bestätigte die Polizei am Dienstag.

Der Mann, der die Demo angemeldet hat, ist der Polizei bislang nicht bekannt und wird auch nicht der Hooligan-Szene zugerechnet. Bei der Demonstration rechne der Anmelder mit 500 Teilnehmern, so ein Sprecher der Polizei. 

Im Internet haben jedoch schon mehrere Tausend Menschen ihre Teilnahme angekündigt: Bei Facebook laden zwei Gruppierungen zu einer Demo unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ ein. Rund 5000 Teilnehmer haben bereits zugesagt, weitere 50.000 sind eingeladen. Nähere Informationen zu dem „Event“ gibt es bei Facebook bislang nicht.

In der Politik wird derweil die Frage diskutiert, ob und wie Veranstaltungen wie diese im Vorfeld verboten werden können. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht zwar keine Notwendigkeit für neue Gesetze. Es gebe aber gute Möglichkeiten, dass ähnliche Demonstrationen künftig von den Verwaltungsbehörden und den Gerichten untersagt würden.

„Wenn von vornherein klar ist, dass hier die Gewaltanwendung im Mittelpunkt steht und eigentlich die Politik nur ein Vehikel ist, um eine Massenschlägerei anzuzetteln, das übrigens mit Alkohol verbunden, dann sehe ich gute Chancen, dass die Verwaltungsbehörde ein Verbot ausspricht und dass das auch vor Gericht hält“, sagte der Minister am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“.

Novelle des Demonstrationsrechtes nicht nötig
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68 Kommentare zu "Gewalt-Exzesse in Köln: Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant"

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  • "Das hat doch eine ganz andere Qualität als der Schlachtgesang unserer harmlosen Hooligans!"
    Alles klar. Harmlose Hooligans. Vielleicht werden die jetzt auch noch als Streiter für Recht und Demokratie glorifiziert. Ich habe grds. etwas gegen gewaltbereite Fanatiker, egal ob religiös, sportlich, politisch oder wie auch immer. Und diese Herrschaften verstehen wiederum nur eine Sprache, die der Gewalt. Und genau hier ist die Exekutive und Judikative Gewalt des Staates gefordert. Knast. Bis hier und nicht weiter!

  • Gewalt? Warum ist man für Gewalt von Ausländer, Islamgläubige und unterstützt, fördert diese?? Ist Köln nicht friedlich und hat deshalb die größte Moschee gebaut?? Wo bleibt das Verbot vom Koran: "Tötet Andersgläubige" bzw. auch Fatwa??? Warum ist unsere "christliche" Regierung dafür????

  • @ Alexander Knoll „...mit Blick auf sehr radikale Strömungen im Christlichen Glauben.“

    Auf diesen Hinweis habe ich schon gewartet. Es fehlt noch der auf die Kreuzzüge und schon sind wir wieder im AT, wird von Muslimen auch gern angeführt. Trifft aber nicht, wir haben inzwischen das Jahrhundert gewechselt und befinden uns im 21ten n. Chr.. Nun sagen Sie mir, welche christlichen Gruppen Kinder entführen um sie im Sinne des Glaubens zu indoktrinieren, welche christlichen Gruppen andere Christen überfallen und abschlachten oder welche christlichen Gruppen „beleidigt“ sind und aggressiv reagieren, wenn ihr Papst verhöhnt wird.

    „Der Islam ist kein Monolith, sondern wird in verschiedenen vornehmlich sehr weltoffenen Strömungen praktiziert.“

    Das haben Sie sehr nett gesagt, nur hat dies mit der sunnitischen Auffassung des Islam nichts gemein, denn die spirituellen Strömungen werden von denen als Nichtmuslime bezeichnet. Zu denen gehören u.a. die Suffisten.

    „..........dass viele Moslems den Salatismus und auch die Gewalt ablehnen.“

    Ich sehe und höre in Deutschland nur Islamfunktionäre, die heftig herumrudern, sollte ihnen ein Journalist tatsächlich einmal kritische Fragen stellen. Aus Sicht der Funktionäre kommt das Gott sei Dank mehr als selten vor. Statt dessen läßt man Imame ihren Glauben in Talkshows zelebrieren und fleißig dem Gebot der Verschleierung der Absichten folgen. Nennt sich Iham oder Taqya. Niemand in diesen Runden fragt einmal kritisch zu den brennenden Problemen nach, die von dieser Religionsgemeinschaft überall auf der Welt ausgehen.

    „Deutschland ist ein sehr islamisches Land“ bemerkte ein Münchener Imam und ein anderer schrieb in einer Leserbriefantwort das es gut ist zu wissen wo die Feinde des Islam wohnen.
    Das türk/islam. Leben tobt vor meiner Haustür am Rande eines der Problemviertel meiner Heimatstatt, meine Frau kann als Lehrerin ein Lied von der „Friedfertigkeit“ dieser Menschen singen, zudem habe ich Muslime in der Familie. Noch Fragen?

  • Lieber Herr Mucke,

    diese Ihre Meinung zeigt lediglich, bei allem Respekt, dass Sie vom Islam keine Ahnung haben. Mit dem gleichen Recht könnten Sie dies vom Christentum behaupten mit Blick auf sehr radikale Strömungen im Christlichen Glauben. Der Islam ist kein Monolith, sondern wird in verschiedenen vornehmlich sehr weltoffenen Strömungen praktiziert. Und wenn Sie ein wenig besser aufgepasst hätten, würden Sie bemerken, dass viele Moslems den Salatismus und auch die Gewalt ablehnen.

  • @ Alexander Knoll „Wie gesagt, hatten wir alles schon gehabt.Der Hauptvertreter hat sich vergiftet und einige sind am Galgen geendet.“

    Nur die Ursachen, die dazu geführt haben, waren andere als die, die Sie und ich im Geschichtsunterricht gelernt haben.

  • Wie gesagt, hatten wir alles schon gehabt.Der Hauptvertreter hat sich vergiftet und einige sind am Galgen geendet.

  • SPON ist keine verlässliche Quelle mehr

    Ja, es ist tatsächlich alles andere als unwahrscheinlich, dass von der SPON einiges "dazugedichtet" wurde.
    SPON hat sich in der Vergangenheit allein schon in der Ukraine-Berichtertattung zu viel an Wahrheitsverdrehungen und Falschbehauptungen geleistet

    Spiegel Online ist k e i n vertrauenswürdiges Medium mehr. Und Ehrlichkeit und Wahrheitsgehalt zählen für deutsche linke Medien erst recht wenig, wenn es um den "Kampf gegen rechts" geht.

  • Lügen-Tsunami gegen HoGeSa-Islamisierungsgegner


    Obwohl ich selbst wenig von dem Blog halte, möchte ich doch auf einen Artikel, der auf PI-News veröffentlicht wurde, verweisen. Einen Artikel, den ich für richtig und wichtig halte, weil er zahlreiche Ungereimheiten und Halbwahrheiten und Ungenauigkeiten in der Berichterstattung über die HoGeSa-Demonstration auflistet und erläutert.

    (...)

    In dem Artikel wird unter anderem dargelegt, dass einige über die Demo verbreiteten Behauptungen aus der Phantasie einiger Medien (SPON) entsprungen sind.
    Angesichts der dürftigen Qualität von SPON und der wiederholten Veröffentlichungen von Pressefliten auf diesem Medium, wäre das alles andere als erstaunlich:


    >>Man erkennt das politische Programm einer Bewegung an ihren Parolen. „Wir wollen keine – Salafisten-Schweine!“ Solches und ähnliches, das sich gegen den gewalttätigen Islam in Deutschland und weltweit richtete, war zu hören. „Deutschland den Deutschen“-Rufe hallten indes nicht „hundertfach“, wie der SPIEGEL gehört haben will, sondern überhaupt nicht. Nicht, daß bei mehr als 6.000 Menschen nicht jemand einen solchen Spruch geäußert haben könnte, und wenn es ein SPIEGEl-Journaillist gewesen wäre, der sich dabei von einem Kollegen filmen lassen wollte. Aber hallen gehört – d.h. von vielen Menschen ausgesprochen – hat diesen Satz keiner der Augenzeugen. Denn Ausländerfeinde waren nicht da. Kein einziger. So erfindet sich die DDR 2.0 Medienmeute ihren eigenen Watschenmann, um ihn anschließend zu ohrfeigen. Seriöser Journalismus wäre demgegenüber an Tatsachen zumindest peripher interessiert, um daran Meinungen zu knüpfen, aber die Blockjournalisten erfinden zu ihren Meinungen die passenden Tatsachen.<<


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Lügen-Tsunami gegen HoGeSa-Islamisierungsgegner


    Obwohl ich selbst wenig von dem Blog halte, möchte ich doch auf einen Artikel, der auf PI-News veröffentlicht wurde, verweisen. Einen Artikel, den ich für richtig und wichtig halte, weil er zahlreiche Ungereimheiten und Halbwahrheiten und Ungenauigkeiten in der Berichterstattung über die HoGeSa-Demonstration auflistet und erläutert.

    (...)


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette



  • „DIE WAHRHEIT ÜBER DIE HOGESA-DEMO“

    Dies ist ein Bericht aus erster Hand, von einer Frau, die bei der Demonstration dabei war:
    (...)

    Darin wird geschildert, dass die Demos zu Beginn alles andere als gewaltig war, bis die Polizei die Demonstranten in die Enge trieb, und die Lage zum eskalieren brauchte:
    >>Als es nach dem Marsch wieder zum Breslauer Platz zur Abschlusskundgebung ging, änderte sich auf einmal das Lagebild. Die Polizei bekam Anweisungen, den Platz einzukesseln und niemanden mehr rauszulassen.

    Gleichzeitig fuhren die Wasserwerfer auf – obwohl es KEINERLEI Anzeichen für Randale oder Gewalt seitens der Hools gab. Während die Reden verklangen, hörten wir Durchsagen der Polizei, die aufforderten, auf den Platz zu gehen, den Raum freizugeben und den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten, mit Androhungen von Ordnungswidrigkeiten.

    Dann sollte man den Platz räumen, konnte nirgends raus und der Bahnhof wurde ebenfalls wegen „Überfüllung“ geschlossen. Geduldig warteten wir vor einer der Türen… 10 Min, 20 Min, nichts ging, drinnen Leere, nur Polizisten mit Kameras. Warum auch immer glühte einem der Jungs die Sicherung los und in Nullkommanix wurde die Tür eingetreten und die Lage geriet aus den Fugen. Der Wasserwerfer kam zum Einsatz.
    <<


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