Gewalt-Exzesse in Köln
Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant

Nach den Krawallen gewaltbereiter Hooligans und Neonazis in Köln fragt sich die Politik, ob ähnliche Veranstaltungen künftig verhindert werden können. Bei Facebook rufen zwei Gruppierungen derweil zu neuen Demos auf.
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DüsseldorfDie Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die am Wochenende in Köln durch ihre hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen ist, hat für den 15. November eine Kundgebung „gegen den islamistischen Terror“ angemeldet. Gestartet werden soll an der Hamburger Sternschanze. Das bestätigte die Polizei am Dienstag.

Der Mann, der die Demo angemeldet hat, ist der Polizei bislang nicht bekannt und wird auch nicht der Hooligan-Szene zugerechnet. Bei der Demonstration rechne der Anmelder mit 500 Teilnehmern, so ein Sprecher der Polizei. 

Im Internet haben jedoch schon mehrere Tausend Menschen ihre Teilnahme angekündigt: Bei Facebook laden zwei Gruppierungen zu einer Demo unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ ein. Rund 5000 Teilnehmer haben bereits zugesagt, weitere 50.000 sind eingeladen. Nähere Informationen zu dem „Event“ gibt es bei Facebook bislang nicht.

In der Politik wird derweil die Frage diskutiert, ob und wie Veranstaltungen wie diese im Vorfeld verboten werden können. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht zwar keine Notwendigkeit für neue Gesetze. Es gebe aber gute Möglichkeiten, dass ähnliche Demonstrationen künftig von den Verwaltungsbehörden und den Gerichten untersagt würden.

„Wenn von vornherein klar ist, dass hier die Gewaltanwendung im Mittelpunkt steht und eigentlich die Politik nur ein Vehikel ist, um eine Massenschlägerei anzuzetteln, das übrigens mit Alkohol verbunden, dann sehe ich gute Chancen, dass die Verwaltungsbehörde ein Verbot ausspricht und dass das auch vor Gericht hält“, sagte der Minister am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“.

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Novelle des Demonstrationsrechtes nicht nötig

Kommentare zu " Gewalt-Exzesse in Köln: Neue „Anti-Salafisten-Demos“ geplant"

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  • "Das hat doch eine ganz andere Qualität als der Schlachtgesang unserer harmlosen Hooligans!"
    Alles klar. Harmlose Hooligans. Vielleicht werden die jetzt auch noch als Streiter für Recht und Demokratie glorifiziert. Ich habe grds. etwas gegen gewaltbereite Fanatiker, egal ob religiös, sportlich, politisch oder wie auch immer. Und diese Herrschaften verstehen wiederum nur eine Sprache, die der Gewalt. Und genau hier ist die Exekutive und Judikative Gewalt des Staates gefordert. Knast. Bis hier und nicht weiter!

  • Gewalt? Warum ist man für Gewalt von Ausländer, Islamgläubige und unterstützt, fördert diese?? Ist Köln nicht friedlich und hat deshalb die größte Moschee gebaut?? Wo bleibt das Verbot vom Koran: "Tötet Andersgläubige" bzw. auch Fatwa??? Warum ist unsere "christliche" Regierung dafür????

  • @ Alexander Knoll „...mit Blick auf sehr radikale Strömungen im Christlichen Glauben.“

    Auf diesen Hinweis habe ich schon gewartet. Es fehlt noch der auf die Kreuzzüge und schon sind wir wieder im AT, wird von Muslimen auch gern angeführt. Trifft aber nicht, wir haben inzwischen das Jahrhundert gewechselt und befinden uns im 21ten n. Chr.. Nun sagen Sie mir, welche christlichen Gruppen Kinder entführen um sie im Sinne des Glaubens zu indoktrinieren, welche christlichen Gruppen andere Christen überfallen und abschlachten oder welche christlichen Gruppen „beleidigt“ sind und aggressiv reagieren, wenn ihr Papst verhöhnt wird.

    „Der Islam ist kein Monolith, sondern wird in verschiedenen vornehmlich sehr weltoffenen Strömungen praktiziert.“

    Das haben Sie sehr nett gesagt, nur hat dies mit der sunnitischen Auffassung des Islam nichts gemein, denn die spirituellen Strömungen werden von denen als Nichtmuslime bezeichnet. Zu denen gehören u.a. die Suffisten.

    „..........dass viele Moslems den Salatismus und auch die Gewalt ablehnen.“

    Ich sehe und höre in Deutschland nur Islamfunktionäre, die heftig herumrudern, sollte ihnen ein Journalist tatsächlich einmal kritische Fragen stellen. Aus Sicht der Funktionäre kommt das Gott sei Dank mehr als selten vor. Statt dessen läßt man Imame ihren Glauben in Talkshows zelebrieren und fleißig dem Gebot der Verschleierung der Absichten folgen. Nennt sich Iham oder Taqya. Niemand in diesen Runden fragt einmal kritisch zu den brennenden Problemen nach, die von dieser Religionsgemeinschaft überall auf der Welt ausgehen.

    „Deutschland ist ein sehr islamisches Land“ bemerkte ein Münchener Imam und ein anderer schrieb in einer Leserbriefantwort das es gut ist zu wissen wo die Feinde des Islam wohnen.
    Das türk/islam. Leben tobt vor meiner Haustür am Rande eines der Problemviertel meiner Heimatstatt, meine Frau kann als Lehrerin ein Lied von der „Friedfertigkeit“ dieser Menschen singen, zudem habe ich Muslime in der Familie. Noch Fragen?

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