Gewalt zwischen Kurden und Salafisten
Verletzte bei Ausschreitungen in Hamburg

Eine Demonstration in Hamburg eskaliert. Kurden und radikale Muslime gehen aufeinander los. Es gibt Verletzte. Ein Augenzeuge berichtet von „ausgesprochen gewalttätigen“ Szenen.
  • 36

HamburgBei Zusammenstößen zwischen Kurden und radikalen Muslimen sind in Hamburg nach Feuerwehrangaben acht Menschen verletzt worden. Etwa 400 Kurden hatten sich nach einer Demonstration gegen die Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Dienstagabend in der Nähe einer Moschee versammelt, wie ein Sprecher der Polizei am Mittwoch sagte. Dort stellten sich ihnen den Angaben zufolge etwa 400 radikale Muslime entgegen, nach Erkenntnissen der Polizei vermutlich Salafisten. Zwischen Mitgliedern der beiden Gruppen habe es „gewalttätige körperliche Auseinandersetzungen“ gegeben.

Ein dpa-Fotograf vor Ort berichtete in der Nacht, die Polizei habe die Zufahrtsstraßen zu der Moschee komplett abgesperrt. Einsatzwagen blockierten den Sichtkontakt zwischen den Gruppen. Dann hätten mit Metallstangen, Macheten und spitzen Gegenständen bewaffnete Salafisten Kurden angegriffen, die ebenfalls Waffen bei sich trugen. Die Lage sei „ausgesprochen gewalttätig“ gewesen.

Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Parteien zu trennen. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Der Einsatz dauerte bis zum frühen Morgen an.

Zuvor hatten etwa 500 Kurden in der Hamburger Innenstadt friedlich Solidarität mit den vom IS bedrängten Menschen in der umkämpften syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane gefordert. Anschließend blockierte aber eine Gruppe von etwa 80 Kurden für etwa eine Stunde bis gegen 18.00 Uhr mehrere Gleise am Hamburger Bahnhof.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gewalt zwischen Kurden und Salafisten: Verletzte bei Ausschreitungen in Hamburg"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Jetzt weiss ich endlich, was eine Kulturbereicherung ist, wie unsere Politiker es wollen!!!

  • Sollten die Salafisten bis spätestens Januar 2015 nicht verboten
    werden,kann ich mir gut vorstellen,das bei den nächsten
    Hamburg und Bremenwahlen im Februar bezw.Mai 2015 es ein
    Debakel für die etablierten Parteien geben wird .Ich ver-
    mute ,die AFD wird dafür sorgen .

  • @ Margrit Steer „Schon dass die Salafisten hir ständig Korane verteilen, ist eine Frechheit....“

    Sollen sie Korane verteilen, was ich als Frechheit empfinde, ist, daß islamische Gemeinden in Deutschland den höchsten deutschen Feiertag, den 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit, dazu benutzen für ihre Gesellschaftsordnung Islam zu missionieren. Größer kann die Verachtung gegenüber einer aufnehmenden Gesellschaft nicht sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%