Gewerkschaft nominiert Annelie Buntenbach
Stiegler weint Engelen-Kefer Träne nach

Die geplante Ablösung von Ursula Engelen-Kefer als stellvertretende DGB-Vorsitzende stößt bei der SPD auf Unverständnis. "Ich sehe das mit großer Besorgnis", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler, dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe).

BERLIN. "Damit droht den Gewerkschaften ein erheblicher Verlust an Einfluss zu Gunsten der Arbeitnehmer", warnte er. Engelen-Kefer stehe für eine herausragende Sachkompetenz auf dem Gebiet der Sozialpolitik. Daher sei es "schwer nachvollziehbar, wenn die Gewerkschaften eine solche Kapazität einfach aufgeben".

Wie in Gewerkschaftskreisen am Mitwoch bestätigt wurde, hat die DGB-Spitze auf einer Vorstandsklausur am Mittwoch die frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Annelie Buntenbach als Nachfolgerin Engelen-Kefers nominiert. Die als Linke geltende Buntenbach leitet seit ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag im Jahr 2002 die Abteilung Sozialpolitik der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Der fünfköpfige geschäftsführende Bundesvorstand der gewerkschaftlichen Dachorganisation wird Ende Mai auf dem DGB-Bundeskongress neu gewählt. Engelen-Kefer ist seit 1990 DGB-Vize und vertritt die Gewerkschaften in den Selbstverwaltungen der Arbeitslosen- und Rentenversicherung.

Engelen-Kefer war und ist Mitglied in verschiedenen Gremien bei der Europäischen Gemeinschaft, Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Europäischen Union und Arbeitnehmervertreterin in der Internationalen Arbeitsorganisation.

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