Gewerkschaft verhandlungsbereit
Tausende demonstrieren für HDW-Standort

5000 HDW-Mitarbeiter haben den Erhalt der Kieler Universalwerft gefordert. SPD-Ministerpräsidentin Simonis unterstützte die Proteste.

HB BERLIN. In Kiel haben am Samstag 5000 Werftmitarbeiter und Angehörige gegen Pläne demonstriert, Deutschlands größte Werft auf den Bereich U-Boot-Bau zu reduzieren. Vertreter von Politik und Gewerkschaften sprachen sich für den Erhalt der Howaldtswerke Deutsche Werft AG (HDW) als Universalwerft aus. Die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis (SPD), warnte davor, dass die geplante Fusion mit den Werften von Thyssen-Krupp in Emden und Hamburg nicht zu Lasten des Standortes Kiel gehen dürfe. «Wir brauchen eine Werft, die auf zwei Beinen steht», sagte Simonis. HDW sei ein Markenzeichen für die Stadt und ein Herzstück für die Schleswig-Holsteiner, und das solle auch so bleiben. Auch Peter Harry Carstensen (CDU), Simonis' Herausforderer bei der Landtagswahl im Februar 2005, sprach sich für den Erhalt des Standortes aus.

Der Kieler IG-Metall-Chef Wolfgang Mädel plädierte eindringlich dafür, auf der Werft künftig sowohl militärische wie zivile Schiffe bauen zu können. Die Gewerkschaft sei bereit, über die Produktivitätssteigerung und die Kostensituation bei HDW zu verhandeln. Dies könne aber nicht über Lohndumping geschehen.

Die Fusionspläne sehen vor, HDW künftig lediglich als U-Boot-Bauer bestehen zu lassen. Dies würde nach Gewerkschaftsangaben nicht nur den massiven Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten, sondern das Unternehmen alleine abhängig von U-Boot-Aufträgen machen. Am Freitag hatten bereits die Fraktionen des schleswig-holsteinischen Landtag in einer gemeinsamen Resolution dafür plädiert, HDW als Universalwerft zu erhalten.

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