Gewerkschaften kündigen Widerstand ein
Schily will Pension von 750 000 Beamten kürzen

Rund 750 000 deutsche Lehrer, Professoren, Richter und höhere Verwaltungsbeamte müssen laut einem Zeitungsbericht mit einer Kürzung ihrer Pensionen rechnen.

HB BERLIN. Bundesinnenminister Otto Schily wolle die Studienzeiten von Beamten im höheren Dienst künftig nicht mehr als ruhegehaltsfähige Dienstzeit anerkennen, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ in ihrer Freitagsausgabe. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte demnach, dass die Einschnitte aus der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung auf die Beamten übertragen werden sollen.

Eine gesetzliche Regelung soll nach Angaben des SPD-Innenpolitikers Hans-Peter Kemper noch in diesem Jahr vom Bundestag beschlossen werden. „Alle müssen Opfer bringen. Es gibt keinen Grund, Beamte besser zu behandeln als die normalen Rentner“, sagte er der Zeitung.

Der Deutsche Beamtenbund und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kündigten Widerstand an. DGB-Vorsitzender Peter Heesen lehnte ein „Sonderopfer“ ab. Die Beamten hätten durch die bereits beschlossenen Kürzungen ihrer Alterssicherung sowie bei Weihnachts- und Urlaubsgeld inzwischen mehr als ausreichend zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte beigetragen. Die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange warf Schily vor, er wolle die Haushaltslöcher „auf dem Rücken der Beamten“ stopfen.

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