Gewerkschafts-Schelte
FDP-Politiker rufen Westerwelle zur Umkehr auf

Die FDP-Politiker Burkhard Hirsch und Gerhart Baum haben Parteichef Guido Westerwelle zu einer Kursänderung im Umgang mit den Gewerkschaften aufgerufen.

HB BERLIN. "Ich denke, dass wir das Gespräch insbesondere mit den Gewerkschaften wieder aufnehmen und suchen müssen", sagte Hirsch am Freitag in der ARD. Man müsse eine gute Wirtschaftspolitik machen, diese sei aber kein Ersatz für eine Sozialpolitik. Ohne die Gewerkschaften sei ein sozialer Frieden im Land, "bei den Veränderungen, die wir vor uns haben", nicht machbar.

Baum warnte Westerwelle davor, die Gewerkschaften auszugrenzen. Der FDP-Chef müsse „die Gewerkschaften für Reformen gewinnen, er darf sie nicht zu Feindbildern machen", sagte Baum der "Netzeitung". Die Äußerung Westerwelles, er meine mit seiner Kritik vor allem die Funktionäre, wies Baum zurück. Zu den Gewerkschaften gehörten auch ihre Vorsitzenden. „Es ist Unsinn, wenn Herr Westerwelle zwischen Mitgliedern und Funktionären unterscheidet.“

DGB-Chef Michael Sommer warf Westerwelle im Bayerischen Rundfunk eine "üble Politik der Verleumdung" vor. Dessen Gewerkschaftskritik gehe "über jedes Maß hinaus". Die Kapitalismus-Kritik des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering dagegen sei in weiten Teilen berechtigt. "Sie entspricht dem, was die Menschen empfinden, dass dieses System zunehmend ungerechter wird, insbesondere dort, wo es um die Auswirkungen der Globalisierung geht", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

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