Gewerkschaftsangaben
Streiks im NRW-Einzelhandel

Erstmals sind am Freitag in der festgefahrenen Tarifrunde des nordrhein-westfälischen Einzelhandels nach Gewerkschaftsangaben Beschäftigte ganztägig in den Ausstand getreten.

HB DÜSSELDORF. In fünf SB-Warenhäusern der “Kaufland“-Kette in Hamm, Bergkamen, Hagen und Arnsberg legten rund 250 Mitarbeiter die Arbeit nieder, teilte die Gewerkschaft ver.di in Düsseldorf mit, wie AFP berichtet. Zugleich forderte ver.di die Arbeitgeber auf, „endlich ein akzeptables Tarifangebot vorzulegen“.

Nach Gewerkschaftsangaben hatten die Arbeitgeber die für den 4. August vereinbarte vierte Tarifrunde für die rund 410.000 Beschäftigten kurzfristig abgesagt. Die Tarifkommission der Gewerkschaft erklärte die Verhandlungen daraufhin für gescheitert. Laut ver.di machten die Arbeitgeber in den ersten Gesprächsrunden das Zustandekommen eines neuen Entgelttarifvertrags von der Zustimmung der Gewerkschaft zu Verschlechterungen tariflicher Leistungen abhängig. So sollten demnach unter anderem Urlaubs- und Weihnachtsgeld nach Unternehmenserfolg gezahlt, Arbeitszeiten flexibilisiert und Zuschläge gestrichen werden. Die Gewerkschaft war mit der Forderung nach 3,5% mehr Lohn in die Verhandlungen gegangen.

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