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Gewerkschaftsbund: DGB-Chef Sommer hält Linke für nicht regierungsfähig

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, ist bekannt für seine Sprüche - und für sein gutes Verhältnis zur Kanzlerin Angela Merkel. Jetzt spricht Sommer der Linkspartei die Regierungsfähigkeit ab.

Michael Sommer sieht die Linkspartei kritisch. Quelle: dpa
Michael Sommer sieht die Linkspartei kritisch. Quelle: dpa

BerlinDer Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG), Michael Sommer, hält die Linkspartei für nicht regierungsfähig. Mit der jetzigen Programmatik könne die Partei im Bund keine Regierungsverantwortung übernehmen, sagte Sommer der Tageszeitung „Die Welt“.

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Die Zusammenarbeit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte Sommer indes. Zwar finde er nicht jeden Schritt der Kanzlerin politisch richtig, „aber die Art und Weise, wie sie mit den Gewerkschaften kommuniziert“, stimme. Zur Bundestagswahl 2013 will der DGB keine Wahlempfehlung aussprechen, kündigte Sommer an. „Wir stellen unsere Themen in den Vordergrund - und daran messen wir die Parteien und Programme.

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Sommers Lob für die Kanzlerin irritiert insofern, als dass der Vorsitzende noch im Januar der schwarz-gelben Regierung ein miserables Zeugnis ausgestellt hatte. „Streit und personelle Kapriolen dominieren das Erscheinungsbild dieser Koalition. Vor allem die schwindsüchtige und unberechenbare FDP destabilisiert eine Regierung, die nie wirklich Tritt gefasst hat“, sagte Sommer Handelsblatt Online. Denn es seien in erster Linie die um ihr Überleben kämpfenden Liberalen, die überfällige Reformen blockierten, sei es die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns oder der Finanztransaktionssteuer.

Die Arbeitsleistung der Bundesregierung bestehe lediglich darin, dass bei den Schwachen gespart werde, die Reichen und Vermögenden dagegen geschont würden.

  • 06.02.2012, 07:36 UhrAnonymer Benutzer: cri

    Sommer leistet der Gewerkschaftbewegung erneut einen Bärendienst, wenn er glaubt, sich durch inkompetente Aussagen zugunsten von Merkel und ihren Vorgängern zu profilieren. Merkt er nicht, dass Merkel die Gewerkschaften -anders als Kohl- umarmend erwürgen will? Wo bleibt seine nachhaltige Kritik an dem stetigen asozialen Umverteilungsprozess? Oder scheint er durch seine stillschweigende Akzeptanz zu Hartz und Rente mit 67 doch irgendwie konsequent zu sein?

  • 05.02.2012, 18:02 Uhrmargrit117888

    Noch nie zuvor war ein DGB-Chef derart regierungsnah wie Sommer.
    Eine Regierung kann nicht Freund der Gewerkschaften sein
    Bezahlt Merkel ihn, damit er ihre staats- und volkzerstörerische Linie schön redet?
    Zutrauen würde ich das der Merkel, die ist so SED-geschult, die kann gar nicht anders.
    Im übrigen muß man ja mal fragen, was ist los, dass jetzt aus jeder Ecke auf die Linkspartei engedroschen wird.
    Ist schon der Zusammenschluss von CDU/CSU, Grüne und SPD zu einer neuen deutschen Einheitspartei beshlossene Sache? Und deswegen muß nun auch die Linke weg?

  • 05.02.2012, 17:52 Uhrmargrit117888

    Vollste Zustimmung.
    Wer als Gewerkschaftsboss im Kanzleramt ein- und ausgeht, hat irgendwas nicht verstanden.
    Ich bin aus der Gewerkschaft ausgetreten.
    Kohl hat die Gewerkschaften schon ziemlich zurück gedrängt, den Rest macht Merkel.
    Schließlich ist es ganz in ihrem Sinne, jeden zu zerlegen
    Merkels Vorbild ist Katharina die Große.
    Die ließ bekanntlich jeden meucheln, der ihr nicht genehm war oder im Weg stand, wie wir ja wissen.
    Nun, meucheln geht ja nicht mehr, aber Merkels Methode alle und alles zu zerlegen, funktioniert ja auch

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