Gewerkschaftsvorsitzender macht Druck gegen Pläne der Bundesregierung
Verdi-Chef Bsirske im Amt bestätigt

Frank Bsirske ist am Dienstag in Berlin als Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi klar bestätigt worden. Er erhielt auf dem ersten ordentlichen Bundeskongress der Gewerkschaft 92,6 Prozent der Stimmen.

HB BERLIN. Bsirske sagte nach seiner Wahl, er wolle weiterhin das Gespräch und die Diskussion mit den Kollegen in der Gewerkschaft suchen. „Auf geht's nach vorne“, rief er unter dem Beifall der Delegierten.

Der frühere Personaldezernent der Stadt Hannover und kurzzeitige ÖTV-Vorsitzende erhielt insgesamt 821 der 899 abgebenen Stimmen. Bsirske wurde für vier Jahre gewählt, er trat ohne Gegenkandidat an.

Vor seiner Wahl drohte Bsirske vor den Delegierten erneut mit Protesten im Falle von Einschnitten in die Tarifautonomie. Zugleich räumte der Gewerkschaftschef Probleme bei der Mobilisierung zu Aktionen ein. In der „Bild“-Zeitung bezeichnete er die Rentenpläne der Koalition als Dammbruch. „Die Regierung schreckt nicht davor zurück, ihre Rentenbeschlüsse von der jeweiligen Haushaltslage abhängig zu machen“, wurde der Verdi-Vorsitzende zitiert. Bsirske warnte vor einer erneuten Absenkung der Schwankungsreserve, die die Zahlungsfähigkeit der Rentenversicherung gefährden würde.

Die rot-grüne Koalition erinnerte der Verdi-Chef an ihre Wahlversprechen. Die SPD habe sich in ihrem Programm gegen eine Absenkung des Arbeitslosengeldes ausgesprochen. Die Grünen hätten sogar eine Anhebung der Sozialhilfe in ihr Programm geschrieben. „Das Gegenteil ist jetzt passiert“, rief Bsirske den Delegierten zu. Als nächstes müsse jetzt damit gerechnet werden, dass die Sozialhilfe zur Disposition steht.

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