Deutschland
Gewinnerbranchen im Seniorenmarkt

Firmen wittern das große Geschäft im Seniorenmarkt. Zu den Gewinnerbranchen gehören neben Tourismus und Einzelhandel auch Finanzinsitute und Gesundheitsleistungen.

Finanzinstitute


Im Durchschnitt verfügt jeder 55- bis 65-Jährige über ein Geldvermögen von 48 000 Euro. Das sind 12 000 Euro mehr als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das Geld will angelegt und verwaltet werden. Allerdings stellt die Klientel Banken und Versicherungen vor eine große Herausforderung: Während die Großbanken Filialen schließen und auf Selbstbedienungsautomaten setzen, wünschen ältere Menschen sich mehr Beratung und Betreuung.

Gesundheit und Fitness


Mit dem Alter steigt die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen: Die Ausgaben für einen 20-Jährigen liegen in Deutschland etwa bei 750 Euro im Jahr, bei einem 55-Jährigen sind es 1500 Euro, bei einem 70-Jährigen rund 3000 Euro. Rentner verursachen 43 Prozent aller Gesundheitsausgaben - Tendenz steigend. Dabei wächst das Interesse der „aktiven Alten“ an Fitness- und Wellness-Angeboten. 2002 umfasste der Fitnessmarkt etwa 12,5 Mrd. Euro, der für Gesundheitstourismus 10 Mrd. Euro. Bis 2006 soll das Volumen auf 12 bis 15 Mrd. Euro steigen, prognostiziert das Wefa Marktforschungsinstitut Frankfurt.

Tourismus


Wer nicht mehr arbeitet, hat viel Zeit – und ist ein idealer Kunde für die Hotel- und Tourismusbranche. Immer mehr Veranstalter erkennen dies und machen seniorengerechte Angebote. 1972 sind 38 Prozent der Über-60-Jährigen mindestens einmal im Jahr verreist, vergangenes Jahr waren es 70 Prozent. Auf Reisen geben die Woopies (well-off older people) mehr aus als die 20- bis 50-Jährigen.

Einzelhandel


Die Hypovereinsbank hat in einer Studie herausgefunden, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der 60- bis 65-Jährigen kaum von denen der 30- bis 35-Jährigen unterscheiden. Doch haben sie spezielle Anforderungen an Qualität und Komfort. Die Edeka-Gruppe hat jüngst die ersten 50-plus-Supermärkte in Österreich eröffnet. Die Lösungen seien manchmal sehr einfach, sagt ein Branchenkenner: „Die Läden dürften nur nicht nach beschützender Werkstatt aussehen.“

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