"Gezinkte Beispiele"
Clement bläst aus eigenen Reihen Wind ins Gesicht

In der SPD-Bundestagsfraktion ist der Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), Windenergie in Zukunft geringer zu fördern, auf Widerstand gestoßen. Der Energieexperte der Fraktion, Hermann Scheer, sagte der „Berliner Zeitung“ vom Dienstag: „Wir stimmen nicht mit Clement überein.“

Reuters BERLIN. Clement operiere mit falschen Zahlen: „Clement verwendet vollständig gezinkte Beispiele.“ Kritik an Clement äußerte in der selben Zeitung auch der SPD-Energiepolitiker Axel Berg: „Die Förderung der Erneuerbaren Energien ist eine der richtigen Erfolgsgeschichten der rot-grünen Koalition und die will Clement anschießen.“

Außerdem soll nach dem Entwurf „Energiepolitische Agenda 2010“ des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Müller die Nutzung erneuerbarer Energien ausgebaut werden. „Bis 2010 werden wir den Anteil der Erneuerbaren an Stromerzeugung ... in einem ersten Schritt auf zwölf Prozent verdoppeln“, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Clement hatte kritisiert, die Windenergie werde bald stärker subventioniert als die Steinkohle. Einer „Subventionsmentalität“ in diesem Sektor müsse Einhalt geboten werden, hatte der Minister gefordert.

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