Gier-Vorwurf
Steinbrücks Manager-Schelte empört Union

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ist von der Union wegen seiner jüngsten Manager-Schelte scharf kritisiert worden. „Das ist populistisch, aber wenig hilfreich, denn es gibt, wie überall im Leben, solche und solche – auch unter Managern“, sagte Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach im Gespräch mit Handelsblatt.com.

dne DÜSSELDORF. „Deshalb sollte man keine Personengruppen, also auch keine Manager, persönlich verunglimpfen“, betonte der CDU-Politiker.

Steinbrück hatte zuvor die Wirtschaftseliten in Deutschland als selbstsüchtig und gierig bezeichnet. "Das Gerechtigkeitsgefühl der gesellschaftlichen Mitte wird durch die Entsolidarisierung der Besserverdienenden, den Egoismus und die um sich greifende Gier eines Teils der Wirtschaftselite schwer verletzt", sagte der stellvertretende SPD-Chef dem Magazin "Cicero".

Bosbach sagte dazu, es gebe ausgesprochen erfolgreiche Manager, auf die der Vorwurf der Raffgier nicht zutreffe. „Wenn Herr Steinbrück glaubt, bei bestimmten Managern Gier festgestellt zu haben, dann soll er Roß und Reiter nennen.“ Die Politik wende sich regelmäßig dagegen, mit Pauschalurteilen konfrontiert zu werden, gab Bosbach zu bedenken. „Dann sollten wir auch selber keine Personengruppe pauschal kritisieren.“

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