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Diskussion: Kommentare zu: GEZ-Proteste zeigen Wirkung

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online
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  • 08.02.2013, 07:38 Uhrandreask90

    Wenn die neue GEZ-Gebuehr eine Pro-Kopf-Pauschale bzw eine Pro-Haushalt-Pauschale ist, dann duerfte am Arbeitsplatz oder in Betrieben eigentlich garnichts mehr anfallen, weil ja alle schon privat bezahlt haben.

    • 08.02.2013, 09:25 UhrDerLetzteDemokrat

      Die großen organisierten Institutionen können sich erfolgreich wehren. Super demokratisch. Die Organisation die sich im Namen des Volkes und für die Allgemeinheit wehren sollte ist das Bundesverfassungsgericht! Aber auch hier gilt: wessen Brot ich essen, dessen Lied ich singe.. Schließlich sind alle obersten Richter von Parteien berufen worden. Was kann man tun gegen soviel Filz? Oder spricht das Bundesverfassungsgericht (wie auch schon oft geschehen) ein wirkliches Urteil im Namen des Volkes und macht Schluss mit diesem GEZ-Spuk. Schließlich würde ein Sender ohne Sportrechte genügen, um den Informationsauftrag wahrzunehmen. Das Volk braucht keine Plattform auf der sich die Parteien präsentieren und sonnen können und schon gar keine Sportrechte für jährlich 7 Mrd. Euro. Abschaffen!

    • 08.02.2013, 09:36 UhrSayTheTruth

      Gegen "Zwangsabzocke für GEZ-TV" kann Merkel "nichts machen" -> Ländersache. Merkel ist auch "entsetzt" über ausufernde Kriminalität in Deutschland -> das ist auch Ländersache. Und das Bildungschaos mit immer schlechteren Schulabschlüssen in Deutschland -> Ländersache.
      Merkels "Bundessache" ist nur noch der Steuergeld-Transfer raus in die EU und zur EU-Kommission (Budget von Rompuy zum "Politik-kaufen" und Subvention "gewünschter Entwicklungen"). Das steht bei ihr ganz oben. Politik macht sie klammheimlich per SMS und profitiert von GEZ-Propaganda und könnte es sofort abstellen lassen - wenn sie denn wollte ... Wen will die eigentlich für blöd verkaufen ? Feige wegducken !

      Wenn man GEZ-TV auf reine "neutrale Informations-Verbreitung" beschneiden würde, dann kämen die locker mit 10 % der GEZ-Gelder aus. Da ist doch der Haken !

      Dieser ewig misslungene Krimie "Tatort", "Wetten dass ...", Koch-Shows warum soll der Bürger das alles bezahlen müssen ???????? Mediale Verblödung mit Zwangs-Gebühr.

      "Phoenix" mit Live aus dem Bundestag (dort wird schon lange nicht mehr öffentlich debattiert, das macht Frau Merkel alles heimlich per SMS) mit abends 2x Nachrichten aber ohne sitzenden Sprecher. Und dazu "Arte" als Kultur-Kanal. Meinetwegen noch 24 Stunden Nachrichten über "Euronews". Fertig. == 3 Sender ==

      Finanziert vom Finanz-Ministerium ! Dort gehören die Ausgaben und die Finanzkontrolle hin. Vergeudung, Korruption und Missbrauch überwacht vom Steuerzahlerbund.

      Die RTL-Nachrichten, n-tv-Nachrichten bringen haargenau das selbe wie GEZ-TV.

      Und das RTL-Dschungelcamp ist menschlich gesehen "realer und echter" als Koch-Shows usw. Das Zusammenleben der Kandidaten im Camp war schon interessant zu sehen !! Ausserdem muss man RTL nicht bezahlen - 22 GEZ-TV-Kanäle schon !

      Keinem würde GEZ-TV fehlen, wenn die morgen abschalten würden. Nur die Alt-Parteien hätten Probleme ihre Scheindebatten und "gewünschte Meinungen" zu platzieren !

      WEG MIT GEZ es ist unwürdig und diktatorisch.

    • 08.02.2013, 09:46 UhrFredi

      @SayTheTruth
      Sie sind auch viel alleine!

      Sehen sie sich mal die gehaltvollen und politisch neutralen Inhalte der Privaten an. oder lesen sie die BLÖD-Zeitung. Niveau ist gleich...

    • 08.02.2013, 09:50 UhrSayTheTruth

      @Fredi, lesen Sie mal, was Wirtschaftswoche Roland Tichy schreibt. Super Artikel !!
      http://blog.wiwo.de/chefsache/2013/02/02/daemonen-drohen/

    • 08.02.2013, 10:11 UhrFredi

      Mag sein, was dort steht. Ist ein allgemeines politisches Problem.
      Aber was hat das mit den ÖR zu tun? Was ist die Alternative? Wirtschaftsgesteuertes TV, indem kritische Stimmen zu bestimmten Unternehmen und deren Politiker gänzlich verboten sind? Sehen sie sich mal andere Medien an: BLÖD-zeitung z.B. Dort wird ja nur Lobbypolitik für die Reichen und Mächtigen gemacht. Ist DAS eine Alternative? Wohl kaum. Vielmehr muß der Einfluß der aktuellen Regierung auf die ÖR eingeschränkt werden, siehe ZDF-Indentant. Dort liegt das Problem.
      Ansonsten haben wir bald Berlusconi-Verhältnisse.

    • 08.02.2013, 10:43 UhrrepraesentativeVolksvertretung

      Hallo Herr ÖR-Lobbyist (Fredi), ist Berlusconi ihr einziges Argument, um 7 Mrd. GEZ Gebühren jährlich zu rechtfertigen? Ist natürlich schön so ein Schreckgespenst an die Wand malen zu können. Aber dieser Politiker festigte sein Macht in einer Zeit in der es noch kein Internet (neutrales Medium) gab. Dieses Modell wird in Deutschland keine Relevanz haben, weil immer mehr Bürger (in Zukunft die Mehrheit) sich Informationen beschaffen deren Quelle das Internet ist. Eher bedenklich ist, dass mit dem bestehenden GEZ-Modell die Macht der Parteienbürokratie gefestigt wird. Dieses Modell ist so undemokratisch, dass sich hier die Systemfrage stellt. Hier wird die repräsentative Demokratie auf eine schwere Probe gestellt. Gibt es in dieser Frage keine "Volksvertretung" hilft nur noch der starke Ruf nach einer direkten Demokratie. Denn nur diese ist in der Lage diese Verflechtungen machtvoll zu zerschlagen. Die Parteien werden sich aber weiter an ihre Macht krallen. Deutschland braucht gute Politik aber keine Parteien!

    • 08.02.2013, 11:09 UhrFredi

      @ repraesentativeVolksvertretung
      Ich bin bei Gott kein ÖR-Lobbyist. Wäre da hier auch Fehl am Platze. Denn hier geht es um freie Wirtschaft, und da stört das ÖR den Gewinninteressen.
      Ich bin nur der Meinung, das ein ÖR für die Demokratie unabdingbar ist. Der Einfluß der Parteien dort ist mir auch zu groß, das hat sich in den letzten Jahren erst entwickelt. Man muß aber doch zur Kenntnis nehmen, dass wirtschaftskritische, politikkritische Sendungen ausschließlich im ÖR laufen. Ebenso ist der Info-Gehalt z.B. von Nachrichtensendungen bei den Privaten nahe Null. Außer man interessiert sich nur für Stars und Sternchen.
      Was ist die Alternative zu Parteien? Die Macht der Wirtschaftsverbände und der Reichen direkt, ohne Handlanger in einer Marionettenregierung. Etwa feudale Verhältnisse. Die Reichen des Landes machen sich ihre Gesetzte. Zugegeben, weit sind wir davon nicht weg.
      Dass sich transparente Organisationen, wie die Piraten durchsetzen, glaube ich nicht. Da gibt es viel Pseudogruppen, wie die Freien Wähler, einem Sammelbecken von neoliberalen Kräften.
      Die Rolle des Internet, auch da gibt es zunehmend Zensur bei kritischen Dingen - man wird sehen wie sich das weiterentwickelt.

    • 08.02.2013, 12:36 Uhrnetshadow

      "Ich bin nur der Meinung, das ein ÖR für die Demokratie unabdingbar ist. Der Einfluß der Parteien dort ist mir auch zu groß, das hat sich in den letzten Jahren erst entwickelt. Man muß aber doch zur Kenntnis nehmen, dass wirtschaftskritische, politikkritische Sendungen ausschließlich im ÖR laufen."
      Da ist was dran, aber es gibt durchaus auch andere die auf dem Gebiet was leisten, zumindest was die reine Wissens- und Informationsvermittlung angeht.

      Ich sehe das Problem mit einem ÖR auch eigentlich woanders. Programminhalte sind das eine, genormte Berichterstattung nach gesellschaftlichen Interessen, oder vermeintlichen gesellschaftlichen Interessen, etwas ganz anderes.
      Wenn man Filme, die in der Orignalfassung etwas anderes aussagen oder zeigen wollen, dem deutschen Bürger, gekürzt und verändert vorsetzen muß, weil eine Unzahl politisch motivierter Gremien darüber wacht das der Zuschauer ja nicht etwas zu sehen bekommt, was evtl., vielleicht, oder möglicherweise seine vermutete moralische, sittliche oder sonstige Weltanschauung ändern oder festigen könnte, in diesen Gremien sich angeblich gesellschaftliche relevante Vertreter bestimmter Gruppierungen und Sichtweisen tummeln und letztendlich gesetzlich Wirkungen auf die Meinungsfreiheit und Erziehungswirkungen auf den Nachwuchs entfalten, einem demokratischen Staat überhaupt nicht gut zu Gesicht steht.
      Dazu noch das jede Nase, die einen Herd hat, das auch noch blechen soll.
      Feiner kann es einem quasi 2-Parteien-Staat doch garnicht gehen.
      Diese Millarden tatsächlich in Bildung, Schulen und Familie investestiert würde, meiner Meinung nach, mehr demokratisches Verständnis bringen als eine gleichgeschaltete, alles durchdringende mediale Berieselung. Diese man genauso gut durch Regulierungen und Auflagen bei der Lizenzvergabe der Sender erreichen kann. Demokratie und Meinungsvielfalte, Innovationen und geistige Forderung kann man nicht verordnen, sondern kann nur durch aktive Gestaltung der Bürger entstehen.

    • 08.02.2013, 11:03 UhrOsterwelle

      Hallo Fredi! Was verstehen Sie unter Berlusconi-verhältnisse? Sind Sie ein Italien Spezialist? Leben Sie dort? Kennen Sie es vor Ort? Oder haben Sie exzellente und "wahrhafte" Berichte in GEZ-Propaganda gesehen? Fragen Sie zunächst einen Italiener, ob er "Berlusconi-verhältnisse" oder lieber GEZ-Propaganda haben möchte. Die Antwort werden Sie auch ohne Ihre Frage bei nächster Parlamentswahl in Italien bekommen.

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