Gipfeltreffen
Schröder setzt auf "Partnerschaft für Innovation"

„Wir wollen eine Partnerschaft für Innovation gründen und machen": Laut Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)haben sich Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf eine Innovations-Initiative verständigt. Das gab Schröder am Freitag als Ergebnis seines Treffens mit führenden Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft am Vorabend im Kanzleramt bekannt.

HB BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat ein Umdenken gefordert, um Deutschland bei Forschung und Bildung wieder an die Weltspitze heranzuführen. „Wir müssen zuerst über die Chancen und dann über die Risiken sprechen“, sagte er. „Da ist eine neue Balance vonnöten“, fügte der Kanzler in der ARD hinzu.

Stark sei Deutschland vor allem in der Automobilindustrie und dem Werkzeugmaschinenbau, aber auch in der Chemie und der Biotechnologie, sagte Schröder. „Das sind alles Forschungsfelder, wo wir unsere Stärke ausspielen wollen für neue Produkte und neue Arbeitsplätze.“

Vereinbart wurde bei dem Spitzengespräch am Donnerstagabend im Kanzleramt eine gemeinsame Initiative „Partner für Innovation“ mit der Einrichtung eines „Innovationsbüros Deutschland“. Ziel sei es, Innovationen auf „allen Ebenen zu stärken, Hemmnisse abzubauen und neues Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unseres Landes zu wecken“, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Bis zum nächsten Treffen Ende März soll ein Konzept mit den Schwerpunkten der Initiative vorliegen. Vor allem sollen Zukunftsmärkte und ihre bessere Erschließung konkretisiert werden.

Parallel zu dem Treffen wurde die Einrichtung eines neuen Fonds im Bundeswirtschaftsministeriums in Höhe von 500 Mill. € bekannt gegeben. Darauf sollen innovative Unternehmen und Neugründungen zurückgreifen, um ihr Eigenkapital zu verbessern. Zusammen mit privaten Beteiligungen soll dieser Fonds auf 1,7 Mrd. € aufgestockt werden.

Sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft hätten bei dem Treffen erklärt: „Ihr seid auf dem richtigen Weg“, sagte Schröder. Ziel sei es, den Wohlstand in Deutschland zu sichern. Notwendig sei auch eine „Reform der gesamten Bildungskette“, teilte die Bundesregierung in einer Neun-Punkte-Erklärung als Ergebnis mit. Die Teilnehmer wandten sich entschieden gegen Überlegungen in der Brüsseler Kommission, das Gütesiegel „Made in Germany“ durch eine EU-Kennzeichnung zu ersetzen. Vereinbart wurde auch, das Einstein-Jahr 2005 dazu zu nutzen, Verständnis und Begeisterung für Wissenschaft und Forschung zu wecken. Geplant sind eine große Ausstellung in Berlin und ein Preis.

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