Glos: "Wer mit heißer Nadel strickt, verbrennt sich die Finger"
CSU will "causa Seehofer" sorgfältig überlegen

Die CSU-Spitze hat sich gegen Versuche aus der CDU verwahrt, Horst Seehofer aus der Unions-Fraktionsführung zu verdrängen. Laut Presseberichten gibt es Pläne, Seehofer abzulösen.

HB BERLIN. Die CSU-Landesgruppe im Bundestag hat sich hinter ihren Parteivize Horst Seehofer gestellt und gegen Kritik aus der Schwesterpartei in Schutz genommen. Landesgruppenchef Michael Glos wandte sich in der «Bild am Sonntag» gegen angebliche Versuche, Seehofer als Stellvertreter von Unions-Fraktionschefin Angela Merkel (CDU) abzulösen.

Das Blatt zitiert Glos mit den Worten: «Wer mit heißer Nadel strickt, verbrennt sich die Finger». Der CSU-Politiker stellte zugleich klar, dass die «causa Seehofer sorgfältig» überlegt und nicht über Nacht entschieden werde.

Auch Bayerns Staatskanzleichef Erwin Huber (CSU), der Seehofer zunächst noch gewarnt hatte, er solle keinen Feldzug gegen die eigene Partei führen, verteidigte den Parteivize. Seehofer sei der beste sozialpolitischer Mittelstürmer der Union, sagte er. «Wenn er sich dafür entscheidet, keine Eigentore zu schießen, dann hat er einen Stammplatz auf dem Spielfeld der Unionsfraktion», so Huber. Die Entscheidung darüber liege aber nicht bei der Fraktionsspitze im Bundestag, sondern ganz allein bei Seehofer.

Laut Presseinformationen gibt es Pläne, Seehofer den Vize-Posten in der Fraktion zu nehmen. Von der CSU wurde dies zurückgewiesen, die CDU hielt sich bislang bedeckt.

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