5 Bewertungen ***
18.08.2008 
Klimaschutz

Glos will Kauf effizienter Haushaltsgeräte fördern

von Klaus Stratmann

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will den Kauf sparsamer Haushaltsgeräte bezuschussen. Er prüfe "eine Energiespar-Prämie, die gewährt wird für den Austausch von energiefressenden Haushaltsgeräten durch besonders energiesparende Modelle", sagte Glos dem Handelsblatt. "Der Ersatz von Energiefressern entlastet die Haushalte dauerhaft und ist gut für das Klima", sagte Glos.

Plant eine Energiespar-Prämie: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Foto: dpaLupe

Plant eine Energiespar-Prämie: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Foto: dpa

BERLIN. Die Idee einer Energiespar-Prämie wurde von der "Projektgruppe Energiepolitisches Programm" (PEPP) entwickelt, die der Minister vor wenigen Wochen installiert hatte. Die Gruppe besteht aus Ministeriumsmitarbeitern und externen Beratern wie Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Ulrich Wagner von der TU München. Die Gruppe will im Spätsommer erste Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen.

Finanzieren will Glos die Prämie aus den wachsenden Erlösen des Emissionshandels. "Wenn auf diesem Wege ein Teil der Mittel an die Haushalte zurückgegeben werden könnte, würde ich das begrüßen", sagte er.

Die Überlegungen des Ministeriums orientieren sich an Konzepten, wie sie auch der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) propagiert. Der ZVEI hat für ein Zuschussprogramm mit zweijähriger Laufzeit und einem Zuschuss von 150 Euro beim Kauf eines hocheffizienter Kühl- oder Gefriergerätes Gesamtkosten von 260 Mill. Euro errechnet. Nach Erhebungen des ZVEI sind Kühl- und Gefriergeräte der Effizienzkategorie "A++" im Durchschnitt um 189 Euro teurer als Geräte der Effizienzklassen "A+", "A" oder "B".

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

zurück
  • Obamas Kabinett nimmt Gestalt an

    Obamas Kabinett nimmt Gestalt an

    Die Milliardärin Penny Pritzker aus Chicago soll nach US-Medienberichten Wirtschaftsministerin in der Regierung des designierten Präsidenten Barack Obama werden. Mit dieser Personalie nimmt die Regierungsmannschaft zwei Wochen nach der US-Wahl allmählich Gestalt an.Bildergalerie 

  • Was auf dem Weltfinanzgipfel beschlos...

    Was auf dem Weltfinanzgipfel beschlossen wurde

    Auf dem Weltfinanzgipfel in Washington wollten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) einen Fahrplan für eine neue Weltfinanzordnung vereinbaren, die eine Finanzkrise, die die ganze Welt in die Rezession treibt, in Zukunft verhindern soll. Was beschlossen...Bildergalerie 

  • Was führende Köpfe vom Finanzgipfel e...

    Was führende Köpfe vom Finanzgipfel erwarten

    Nichts Geringeres als eine neue Weltfinanzordnung wollen die 20 Staats- und Regierungschefs der größten Wirtschaftsmächte am Wochenende in Washington aus der Taufe heben. Was Politiker, Konzernchefs, Ökonomen und andere führende Köpfe aus der Finanzwelt vom Weltfinanzg...Bildergalerie 

vor

 

 

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Kein Ausweg aus der Finanzkrise in Sicht  Artikel in Merkliste

21.11.2008 von Hermann-Josef Knipper

Der letzte Tag der „Euro Finance Week“ in Frankfurt hat das ganze Drama der Macht- und Ratlosigkeit der Finanzbranche deutlich gemacht. Nach der harschen Kritik von Bundespräsident Horst Köhler, der nicht weniger als ein neues Weltfinanzsystem gefordert und viele Schuldige benannt hatte, mühten sich Banker, Ökonomen und Notenbanker um Auswege aus der Krise. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Deutscher Bauernstaat  Artikel in Merkliste

21.11.2008 von Helmut Hauschild

Die Bundesregierung tut sich mit ihrer Agrarpolitik als Industriestaat keinen Gefallen. Kommentar