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Google Street View: Merkels und Westerwelles gepixelte Weltsicht

Wie umgehen mit Google Street View? Angela Merkel lässt ausrichten, nicht gegen die Veröffentlichung ihres Wohnhauses in Berlin-Mitte beim Straßenbilderdienst vorgehen zu wollen. Guido Westerwelle ist einmal mehr anderer Meinung als die Kanzlerin. Für ihn geht es um eine "prinzipielle Frage".

Uneins, diesmal über Google Street View: Guido Westerwelle und Angela Merkel. Quelle: Reuters
Uneins, diesmal über Google Street View: Guido Westerwelle und Angela Merkel. Quelle: Reuters

Ganz Deutschland diskutiert, was es denn vom Straßenbilderdienst Google Street View halten soll. Auf in den Kampf gegen Google? Oder einfach die Pixel-Welle über sich ergehen lassen? Seit gestern wissen wir immerhin, wie sich die Bundeskanzlerin das vorstellt. Steffen Seibert, Angela Merkels neuer Regierungssprecher, teilte mit, die Kanzlerin werde ihr Wohnhaus beim Straßenbilderdienst voraussichtlich nicht unkenntlich machen lassen. "Die Bundeskanzlerin geht davon aus, dass ihr Wohnsitz ohnehin schon oft abgelichtet wurde und bekannt ist", sagte Seibert. Er schloss daraus, Merkel werde nicht von dem Recht Gebrauch machen, das mehrstöckige Wohnhaus in Berlin-Mitte unkenntlich machen zu lassen.

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Inzwischen fast unnötig zu betonen: Die Haltung der Kanzlerin unterscheidet sich erheblich von der ihres Vizekanzlers Guido Westerwelle. Der FDP-Chef will dem Internetkonzern in guter liberaler Bürgerrechtstradition Fotos von seiner Wohnung verbieten lassen. Bilder? Von meiner Wohnung? Im Internet? Kommt nicht infrage . "Für mich ist das eine prinzipielle Frage, und deshalb werde ich meine Möglichkeiten nutzen, dies zu verhindern", sagt der Oberliberale. Auf Merkel und Westerwelle kommen harte politische Wochen zu: bei ihr ohne, bei ihm mit gepixelter Weltsicht.

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