Gorleben
Castor-Transport am Ziel

Knapp 79 Stunden nach seinem Start in Frankreich hat der Castor-Transport nach Gorleben sein Ziel erreicht. Von einem starken Polizeiaufgebot geschützt fuhren die Tieflader mit den elf Atommüllbehältern am frühen Dienstagmorgen auf das Gelände des Gorlebener Zwischenlagers.

HB DANNENBERG. Die immer wieder durch Blockaden behinderte Atommülllieferung war am Freitag um 17.45 Uhr in Frankreich gestartet. Nach Angaben der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg war es der zeitlich längste Gorleben-Transport.

Die letzten 20 Kilometer von Dannenberg zum Zwischenlager legte der Konvoi aus Polizeifahrzeugen und Tiefladern mit Atommüllbehältern am Ende störungsfrei zurück. In Dannenberg, wo die Behälter vom Zug aus Frankreich auf die Straßenfahrzeuge umgesetzt wurden, fuhr der Konvoi am Montagabend ab. Zuvor räumte die Polizei die letzte Blockade auf der Straße nach Gorleben. In der Ortschaft Grippel hatten sich am Montagmittag acht Aktivisten der „Bäuerlichen Notgemeinschaft“ in zwei Pyramiden aus Beton festgekettet und so den Transport bis zum Abend aufgehalten.

Der Transport stand ab Montagmittag abfahrbereit in Dannenberg. Die Polizei löste kurz nach 22 Uhr am Montagabend in Grippel den letzte der acht Blockierer von seiner Betonpyramide und machte die Straße nach Gorleben frei.

Ursprünglich hätte der Atommüll schon am frühen Montagmorgen das Zwischenlager im niedersächsischen Wendland erreichen sollen. Nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums waren zur Sicherung des Transportes bundesweit mehr als 16 000 Polizisten der Länder und des Bundes im Einsatz.

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