Greenpeace löst Polizei-Aktion aus
Seehofer erwartet geringe Verbreitung von Genmais

Nach Ansicht von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer wird es Anbau von gentechnisch verändertem Mais auch künftig nur in wenigen Bundesländern geben können.

HB BERLIN/BORKEN. Der von ihm geplante Mindestabstand zwischen Gen-Äckern und herkömmlich bewirtschafteten Feldern von 150 Metern lasse in der kleinstrukturierten deutschen Landschaft den Gen-Anbau vielerorts nicht zu, sagte der CSU-Politiker in einem Interview der „Frankfurter Rundschau“. Unterdessen löste eine Greenpeace-Aktion gegen Genmais in Westfalen einen Polizeieinsatz aus.

Seehofer sagte, er wolle Regelungen zur Koexistenz der unterschiedlichen Anbauarten schaffen, die ein friedliches Nebeneinander garantierten. „Ich möchte keinen Krieg auf den Feldern oder in den Dörfern.“ Die Bundesregierung hatte angekündigt, nach der Sommerpause das Gentechnikgesetz ändern zu wollen. Daraufhin hatten Umweltschützer protestiert, es werde künftig keinen Schutz mehr vor Verunreinigung herkömmlichen Saatguts geben.

Im münsterländischen Borken stoppte die Polizei am Freitag einen Transporter, mit dem Greenpeace-Aktivisten Proben von Maispflanzen und Erde von einem Feld wegfahren wollten. Da die Gläser mit den Proben nicht freiwillig herausgegeben worden seien, habe man das Fahrzeug durchsucht und sie sichergestellt, teilte die Polizei mit. Das Agrar-Unternehmen Monsanto, das das Feld bewirtschaftet, kritisierte die Greenpeace-Aktion.

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