„Grenzschutz statt Griechenland“
Bayerns Finanzminister fordert Debatte über Schutzzäune

Auf „weit über vier Milliarden Euro“ in zwei Jahren beziffert Bayerns Finanzminister Markus Söder die Flüchtlings-Kosten für sein Bundesland. Er warnt vor Überforderung – und dem Verlust der kulturellen Integrität.

BerlinDer bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder fordert angesichts der Flüchtlingskrise einen besseren Schutz der Grenzen. „Ich bin überzeugt, dass wir noch über Schutzzäune diskutieren werden in Europa“, sagte der CSU-Politiker dem Nachrichtenmagazin „Focus“ laut Vorabbericht vom Donnerstag. „Vielleicht hätten wir die 86 Milliarden Euro für Griechenland besser in den massiven Schutz der Grenzbereiche investiert.“ Für dieses und nächstes Jahr rechne er mit Flüchtlings-Kosten von weit über vier Milliarden Euro allein in Bayern. Im Grunde sei die Grenze der Belastbarkeit bereits überschritten.

„Wir sind schon mit einer Million Flüchtlinge überfordert, und es kommen täglich mehr“, führte der Minister aus. „Glaubt wirklich jemand, dass weitere Millionen schulterbar wären, ohne dass dies Auswirkungen auf unser Land hätte?“ Söder ergänzte: „Alles, was im Moment geschieht, wird sich noch 2020 und 2030 auswirken. Denn wir verändern derzeit die kulturelle Statik des Landes.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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