Griechenland

Brüderle hält Euro-Austritt für beherrschbar

Rainer Brüderle macht sich für den Fall eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone keine Sorgen. Dieser würde viel Geld kosten, wäre aber beherrschbar, sagte der FDP-Fraktionschef dem Handelsblatt.
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FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle Quelle: dpa

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle

(Foto: dpa)

BerlinFDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht keinen Anlass für Nachverhandlungen über das Hilfspaket für Griechenland. „Anders als vor zwei Jahren könnte die Euro-Zone einen Austritt Griechenlands heute eher verkraften. Dieser würde viel Geld kosten, wäre aber beherrschbar“, sagte Brüderle dem Handelsblatt (Freitagausgabe).

Die Entscheidung liege aber in Athen und nicht in Berlin - die Griechen müssten selbst abwägen, ob die Wiedereinführung der Drachme ihrer wirtschaftlichen Gesundung mehr helfe als der Verbleib in der Eurozone, sagte Brüderle.

Zugeständnisse für eine Zustimmung der SPD zum dauerhaften Rettungsschirm ESM kommen für Brüderle nicht in Frage: „Hier geht es um die Zukunft Europas. Wir sind nicht auf dem Basar“, sagte Brüderle. 26 Länder hätten dem Fiskalpakt in Europa zugestimmt. „Ich setze auf die Vernunft der SPD. Und ich lasse mich nicht von der SPD erpressen“, sagte der FDP-Politiker.

Die von der SPD geforderte Finanztransaktionssteuer bezeichnete Brüderle als ökonomischen Unsinn. „Eine solche Steuer trifft besonders die Kleinanleger. Die Großen schließen ihre Geschäfte dann eben nicht mehr in Frankfurt, sondern in London ab“, sagte der FDP-Fraktionschef.

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13 Kommentare zu "Griechenland: Brüderle hält Euro-Austritt für beherrschbar"

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  • In England entwickeln die Notenbank und die Finanzinstitutionen bereits Notfallpläne für den Zusammenbruch der EURO-Zone.(Meldung vom Mittwoch)

    Ist Brüderle, resp. unsere Regierung, auch schon so weit?

    Der IWF legt die offiziellen Kontakte zu Athen bis zu den Neuwahlen aus Eis. Bevor sie nach Griechenland Zurückkehren, wollen sie erst die Wahlen abwarten.


    Am ersten Hilfspaket war der IWF mit 30 MRD beteiligt, weitere 28 MRD waren zugesagt,knüpft dies aber an ein striktes Sparprogramm.

  • Wenn die Wirtschaft das ganze Übel zu verantworten hat, sollte man denen die Lizenz entziehen, die in purer Selbstverantwortung nicht wissen wie ihnen geschah.

  • Aber klar, die deutschen Politiker halten alles für beherrschbar. Nur sich selbst haben sie nicht im Griff!

  • Der Ausstritt von Brüderle aus der FDP ist auch "beherrschbar".

  • @ Waltershaus
    Wie denn "65 Milliarden Euro"?
    Die Rettung einer einzelnen Bank hat schon mehr als 100 Milliarden Euro gekostet.
    Schön wäre wenn das wirklich so billig wäre!

  • Nicht was Brüderle sagt, nicht ob er dazu steht ist enscheident sondern was richtig ist ist entscheident!
    Und das bestimmt weder der Brüderle noch irgendeiner sondern wir Europäer bestimmen das!
    Aber Deutschland gehöhrt auch zu Europa und wird auch immer dazu gehören ob manche es wollen oder nicht.

  • Schade dass Herr Brüderle das nicht schon vor 2 Jahren gesagt hat. Hätte er und seine FDP vor 2 Jahren schon danach gehandelt, hätten wir nicht mal so eben 65 Milliarden Euro für Griechenland im Falle eines Austritts versenkt (Berechnung laut SPIEGEL 20/2012). Aber wir haben's ja. Über lächerliche Summen wie Betreuungsgeld, Hotel-Mehrwertsteuer, Solarförderung und Autobahn-Maut streiten sie sich wie die Kesselflicker, aber Milliarden werden einfach so verblasen.

  • Das der Austritt Griechenlands beherrschbar wäre, da hat Brüderle Recht. Besser als das was mit den stänigen Zahlungen auf uns zukäme.
    Brüderle soll man daran denken, dass England eine Börsenumsatz-Steur hat. Deutschland hatte die auch mal, wurde von der Kohl-Regierung abgeschafft. In dieser Reg. saß auch die FDP.
    Warum führt man die nicht wieder ein?

  • Dem Blick nach sind das mindestens 1,6 Promille.

  • Mann, Brüderle, sauf mal einen mit.Ist echt besser für dich!

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