
saf HB BERLIN. Zuvor hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach Informationen aus Regierungskreisen geplant, eine entsprechende Risikovorsorge für eine eventuell notwendige Griechenlandhilfe im Bundeshaushalt vorzunehmen. Die Risikovorsorge sollte in den Schlussberatungen zum Haushalt 2010 in der kommenden Woche nachträglich berücksichtigt werden.
Ein solcher Schritt kommt nun nicht mehr in Frage. Das Kanzleramt und das Bundesfinanzministerium hätten sich dagegen entschieden, im diesjährigen Bundeshaushalt mögliche Belastungen durch eine Griechenlandhilfe abzudecken, sagte ein hoher Regierungsvertreter. "Unser politisches Ziel ist es, Griechenland nicht helfen zu müssen."
Videokonferenz mit Barack Obama
Am Freitagabend hatten Präsident Barack Obama in einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premier Gordon Brown über das Schuldenproblem des Landes beraten. Präsidentensprecher Robert Gibbs sagte nach der Besprechung, Obama sei überzeugt, dass die EU angemessen und effektiv auf die Krise reagieren werde.
In der EU wird seit Wochen über das Ob und Wie finanzieller Hilfen für das Euro-Land diskutiert. Dahinter stehen Zweifel, dass Griechenland sein Schuldenproblem alleine in den Griff bekommt. Zurzeit versucht die Regierung in Athen, eine Rosskur aus Reformen durchzusetzen.
Eine Staatspleite Griechenlands würde nicht nur Europa, sondern das gesamte Weltfinanzsystem erschüttern. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will am kommenden Freitag mit Merkel in Berlin über die Lage beraten und am 9. März in Washington mit Obama zusammentreffen.
Nagelprobe im Frühjahr
Der griechische Staat muss in diesem Jahr rund 50 Milliarden Euro seines Schuldenberges umfinanzieren. An den Finanzmärkten wird in den kommenden Wochen eine zehnjährige Anleihe über mehrere Milliarden Euro erwartet. Die Nagelprobe folgt im Frühjahr mit einem weiteren Anleihevolumen von wohl über 15 Milliarden Euro.
Spekulanten nutzten unterdessen die Hängepartie zum Anlass für neue Rekordwetten gegen den Euro. An den Devisenmärkten löste die anhaltende Unsicherheit über eine Lösung der Griechenland-Krise eine neue Spekulationswelle gegen den Euro aus. Nach Angaben der US-Kontrollbehörde CFTC erreichte die Zahl der Kontrakte, die auf einen fallenden Euro-Kurs setzen, ein Rekordhoch. Seit Jahresbeginn hat der Euro zum Dollar rund zehn Prozent an Wert verloren.
Die Griechische Historie prägte u.a. die Philosophen und Humanisten der Neuzeit. Rom prägte unser Rechtswesen. Wie man geschickt mit Geld und Marketing umgeht, das machten uns die USA vor. Entsprechende Pendants gibt es auch in Asien. So, alles was hier kommentiert wird, läßt sich evtl. zusammenfassen in Humanismus, Recht und Money. in diesem Spannungsdreieck wurde Griechenland als erstes Land der EU zerrieben. Es mit Money zu stützen wäre ebenso fatal, wie es moralisch und rechtlich auszugrenzen. Wenn die Moeymaker - wo auch immer - gewinnen, haben wir zustände wie in bayerns bayernLb- und den staatlichen Psychiatrien. Alles wird käuflich, die Damen und Herren im Kittel bezeichnen Pharmaleute als Nutten, wer was sagt wird abgespritzt und kein Richter kommt rein. Das killt gerade die CSU. Novartis AG schäumt, aber wir sind ja global. Das stecken die weg. Dass der Dollar fürchtet, der Jungspund Euro könnte ihn fressen und der Yen oder sonst eine Währung könnte dann den Dollar futtern, dies alles läßt auf jenes hoffen, was "Globi" heißen könnte. Die Weltwährung. Dann wären wenigstens den Spekulanten, die hier von England aus und der Schweiz auf Rache an CDs oder dem starken Euro nähmen, futsch. Und Solarenergie, die hier auch genannt wurde, hat die Menschen schon immer erwärmt. Wenn sie klug waren und sind, sogar kostenfrei. Dass das manche wurmt, was solls. Geh' mir aus der Sonne, sagte ein Grieche, und zog sich grinsend in sein Philosophen-Fass zurück. Verhungert ist er nicht und wurde erheblich älter als Alexander der "Großkotz", wie die Athener den Mazedonier nannten. Aber das interessiert einen jungen börsenfuzzi an der Wallstreet kaum, weil er eines evtl. nicht hat. bildung. Heute bedeutet das: Global planen, lokal handeln. Oder Nachhaltig. Wurscht. Aber im Kern ganz einfach. bP
Seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise im Herbst 2008 bewegt sich die Politik unserer „talentierten“ europäischen Führungen mit ihren tradierten Mitteln von einer Ohnmacht in die andere. Wie in der Meteorologie ist den politischen Wetterfröschen die Kenntnis der Großwetterlage verloren gegangen, weil inzwischen in der so genannten „realen“ und in der Finanzwirtschaft infolge der Globalisierung ein Klimawechsel eingetreten ist. Verzweifelt starten unsere Wetterfrösche einen ballon (sprich: Anleihenemission) nach dem anderen, um die unübersichtliche Situation in den Griff zu bekommen. beschränkt durch die Nibelungentreue zum tradierten bild der Meteorologie wird nach Wegen zurück in die alte Wetterlage gesucht. Aber, Herrschaften, es wird alles nichts nützen: die Götterdämmerung der bisherigen Weise der kapitalistischen Marktwirtschaft zieht am Himmel auf. Wir befinden uns (derzeit noch) in der gemütlichen schweizerischen idylle eines Friedrich Nietzsche. Vielleicht müssen wir allesamt erst dessen gewaltigen Kopfschmerz durchleiden, um zu jener genialen Maxime zu gelangen: „Weißt du nicht, wer allem am nötigsten tut? Der Großes befiehlt. Großes vollführen ist schwer: aber das Schwere ist, Großes befehlen. Das ist dein Unverzeilichstes: du hast die Macht, und du willst nicht herrschen.“
Spekulanten nutzten unterdessen die Hängepartie zum Anlass für neue Rekordwetten gegen den Euro.
ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, dass hinter der Griechenland-Krise viel mehr steckt, als wir über die Presse erfahren. Die größten Zocker kommen aus London. Und gerade das UK hätte einen enormen Vorteil bei einem Verfall des Euros. Es könnte auch Neid sein, dass die englische Zentralbank dem Land ihre eigenen Staatsanleihen abkauft, weil keine privaten Käufer dieses Risiko mehr eingehen wollen. Das UK steht noch um einiges schlechter da, als die USA. Und dass griechische Politiker evtl. mit solchen Leuten kooperieren, gegen ein dickes Konto in der Schweiz natürlich, wäre ja nicht ganz aus der Luft gegriffen.
@Thomas Wohlfahrt: "...Zukunft heißt heute: Photovoltaik ..."
Da ist man in den USA, Nordafrika und in Spanien schon viel weiter. Sonnenenergie zum halben Preis mit geothermischen Kraftanlagen. Photovoltaik Made in China, zum halben Preis auf Produktionsanlagen Made in Germany und noch besserer Qualität, zur Endmontage nach D exportiert und hier teuer verkauft. Diesen Luftnummern, mit Milliarden subventioniert, wird bald der Garaus gemacht. Jeder Arbeitsplatz in der Solarbranche wird mit 250.000 Euro p.a. subventioniert.
in Ostdeutschland ruht man sich schon viel zu lange auf viel zu vielen Milliarden aus. Eigentlich das Übliche.
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