Griechenland-Debatte

Rösler zeigt Merkel die kalte Schulter

Die Kanzlerin pocht auf Zurückhaltung ihres Vizekanzlers. Alles was den Euro nicht stabilisiere sei zu unterlassen. Doch Rösler will sich nicht den Mund verbieten lassen.
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Kanzlerin Merkel lässt ihren Vize Rösler in der Griechenland-Debatte links liegen. Quelle: dpa

Kanzlerin Merkel lässt ihren Vize Rösler in der Griechenland-Debatte links liegen.

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BerlinDer Schlagabtausch in der schwarz-gelben Koalition über den Euro-Rettungskurs geht mit aller Schärfe weiter. Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) ignoriert Mahnungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Griechenland-Debatte. Merkel verlangte am Donnerstag erneut, alles zu unterlassen, was die Zukunft des Euros gefährde. Der Chef der Unionsfraktion, Volker Kauder (CDU), forderte ein Ende des Koalitionsstreits, lobte aber zugleich das Krisenmanagement des früheren schwarz-roten Regierungsbündnisses aus Union und SPD. SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht die Freien Demokraten inzwischen auf dem Weg der populistischen Tea Party in den USA.

Wirtschaftsminister Rösler hatte eine Staatspleite Griechenlands sowie eine geordnete Insolvenz ins Spiel gebracht, wenn es dafür die Instrumente gibt. Die CSU geht noch weiter und pocht auf die Möglichkeit, Griechenland aus der Euro-Zone auszuschließen. Zuvor hatte die Bundesregierung selbst klar gestellt, dass Athen neue Milliarden-Hilfen nur dann erhalte, wenn es seine Zusagen erfüllt. Ohne die im September fällige Finanzspritze droht dem hoch verschuldeten Land die Pleite.

Zur Kritik Merkels sagte Rösler dem „Tagesspiegel“ (Donnerstag): „Wir gehören unterschiedlichen Parteien an und bewerten die Dinge in eigener Verantwortung mit dem Ziel gemeinsamen Handelns. So ist das in Koalitionen.“ Bei der schwierigen Aufgabe, Griechenland in der Eurozone zu halten und wirtschaftlich auf die Beine zu bringen, dürfe es keine Denkverbote geben. „Gerade in meinem Amt muss ich offen sprechen.“ Die Menschen erwarteten von ihrer Regierung Ehrlichkeit.

„Alles was nicht der Zukunft des Euros dient, ist zu unterlassen“
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23 Kommentare zu "Griechenland-Debatte: Rösler zeigt Merkel die kalte Schulter"

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  • Wurde denn im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP vereinbart, dass die Kanzlerin das Geld der Deutschen zu Fenster rauswerfen darf? Falls das nicht so ist, hat Herr Rösler alles Recht der Welt, sich dagegen zu stellen!

  • Also wenn die FDP so weiter macht, dann werde ich sie noch wählen. Sonst verpissen die sich wieder in die Opposition, reissen dort das Maul auf und muessen nicht liefern. Aber die FDP WILL ja mit dieser Haltung in die Opposition.

    Ist doch immer das gleiche in unserer Scheindemokratie.
    Die Opposition wettert gegen die Misstaende und die Regierung zieht die hidden Agenda durch.

  • ---@ baroneamarelli

    Helmut hat die kleine süße Angela ja genau darum eingesetzt, weil sie Dt. erfolgreich in die EU-Diktatur führen wird. Sie ist totalitär erzogen und geprägt und sie hat gelernt, dass man Befehle ausführt.

    Fragt sich nur, wer erteil hier wirklich die Befehle?
    Das dt. Volk bestimmt nicht, denn dem verbietet sie ja den Mund (Rößler, der das sagt, was fast alle Dt. denken)

  • ---@ Machiavelli

    der dt. Geldadel befürwortet die SPD
    rot - Rothschild

    Aber sie stehen eher über den Politikern, denn sie steuern Volk und Wirtschaft über die Notenbanken.

    Die nächste Stufe ist die EU-Diktatur.

  • Richtig dass er Merkel abblitzen uns sich nicht den Mund verbieten lässt. Es wird immer offensichtlicher, dass Merkels Sozialisierung in der sowjetischen Besatzungszone deutliche Spuren hinterlasen hat. Anders sind solche Aufforderungen zum Mundhalten bzw Denkverboten kaum erklärbar. So konnte man damals vielleicht in einer LPG Karriere machen, in einem Rechtsstaat mit freiheitlich demokratischer Grundordnung kann man damit nicht bestehen.

  • --@ jochen

    wenn Erwachsene reden, halt einfach den Mund. Muss es denn jeder wissen, dass du NICHTS verstanden hast. Du kennst weder Hintergründe, noch was hier wirklich Sache ist.

    wie gesagt, sei einfach ruhig

  • Man kann und muss Rössler Oportunismus unterstellen, aber er ist Politiker und unterscheidet sich deshalb in Nichts von anderen Politikern, die gewählt werden wollen. Insofern ist hier spezielle Kritik völlig fehl am Platze, weil er sich ganz normal verhält. Allerdings mit einem merkmal, dass er bereit und in der Lage ist, sich nicht zu ducken vor einer verrückten FDJ Tussi, die nur Diktatur kennt und sich anscheinend nur darin wohl fühlt, nach dem Motto "Schuster bleib bei Deinen Leisten"!
    Sie kann halt nur Diktatur und alle hätten es wissen können, als sie über die Mauer kroch.
    Anerkennenswert ist, dass sich Rössler nicht einschüchtern lässt! Bravo! Wo kämen wir hin, wenn niemand mehr seine Meinung kund tut?
    Partei raeson, Koalitions raeson! Parteien sind das Problem der sog. Demokratien!

  • Was muß man eigentlich den ganzen Tag lesen um solchen Mist zu schreiben, das "Neue Deutschland"?
    Manchen kann man nur empfehlen: Reden (schreiben) ist Silber, schweigen ist Gold!

  • Der Auftraggeber von Herr Rösler, der deutsch Geldadel, hat den Auftrag geändert. Herr Rösler hat es nicht kapiert. Der deutsche Geldadel hat endlich verstanden dass die Richtung nicht mehr stimmt, Frau Merkel hat es verstanden, Herr Rösler noch nicht. Die FDP steht jetzt da ohne Sponsor.

  • --@ Arminius

    das ist ja das Ziel der von den Notenbanken initiierten Krisen.

    Das Volk soll betteln, dass man sie endlich in die EU-Diktatur überführt.

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